Persönlicher Blog

In meiner öffentlichen Arbeit schreibe ich für verschiedene Personen und Unternehmen. Die Themen sind naturgemäß vorgegeben.

Hier – in meinem persönlichen Blog – schreibe ich über das, was mir ganz persönlich am Herzen liegt. Das sind vor allem zwischenmenschliche Themen oder auch meine Meinung zu aktuellen Geschehnissen aus der Welt.

Das Bedürfnis zu schreiben ist ein unstillbares. So entstand die Idee zu diesem Blog. Alles, was mich berührt und bewegt und worüber ich nachdenke; Erkenntnisse, die ich für mich gewonnen habe und Eindrücke, die ein schriftliches Festhalten verdienen – all das wird in diesen Blog Einzug halten.

Mir selbst wird der Blog vor allem Freude bereiten. Er ist weder auf Profit noch auf Werbung ausgerichtet. Vielmehr sind Sie eingeladen, mich hier ein wenig besser kennenzulernen, indem ich Sie an meinen Gedanken und meiner Einstellung teilhaben lasse.

Ich wünsche Ihnen dabei viel Freude!

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Kinderhospiz – Malteser im Main-Kinzig-Kreis

Hospiz – jeder, der nicht notgedrungen damit zu tun hat, schiebt das Wort und alles, was es bedeutet, so weit weg, wie es eben geht. Das ist zu schwer. Das ist zu traurig. Das geht zu sehr an die Nieren, ganz besonders, wenn es ein Kinderhospiz ist. So denken wohl die meisten von uns, mich eingeschlossen.

Trotzdem stricke ich seit einiger Zeit fürs Kinderhospiz, eine großartige Idee von Christine aus der WollOase in Gelnhausen. Aus dem Hospiz liegt ein Wunschzettel vor, Wolle wird von den Herstellern kostenfrei zur Verfügung gestellt und Christine steht mit Rat und Tat zur Seite und bietet gemeinsame Strick- und Häkelabende an. Hier wird in lockerer Gemeinschaft mit viel Liebe gestrickt und gehäkelt, was Kinderherzen sich wünschen. Rosa Teddybären, Strümpfe, Mützen, kuschelige Decken und Seelenwärmer für die Mamis. Ist genug beisammen, gibt Christine alles beim Malteser Dienst ab. Regelmäßig treffen sich hier betroffene Eltern mit ihren Kindern und die Betreuer des Malteser Dienstes. Essen miteinander, spielen und reden miteinander und freuen sich über die neuen selbstgemachten Werke.

Gestern habe ich Christine zu solch einem Treffen begleitet. Anfangs habe ich diese Möglichkeit weit von mir geschoben. Stricken ja – persönlich abgeben und das Leid sehen nein. Heute bin ich froh, hingegangen zu sein. Es waren zwar keine Kinder da, wohl aber die Mütter der kranken Kinder und natürlich die sie in allen Belangen unterstützenden Seelen von Frauen des Malteser Dienstes.

Was ich gelernt habe: Die Hemmschwelle zu überwinden lohnt sich! Es ist beeindruckend zu sehen, wie diese Mütter ihrem Schicksal trotzen. Sie lachen, sie unterstützen sich gegenseitig, sie reden unbeschwert miteinander. Sie genießen diese Auszeit von ihrem Alltag. Sie sprechen offen von ihren Problemen, ohne verbittert zu sein. Sie schildern den Alltag mit ihren kranken Kindern, ohne in Selbstmitleid zu versinken. Sie sind starke, tapfere, lebensfrohe und kluge Frauen. Sie lachen genauso gern wie andere Mütter. Sie machen es anderen Menschen sehr leicht, mit ihnen umzugehen.

Schwer machen nur wir es uns, mit diesen Menschen Kontakt aufzunehmen. Unnötig, wie ich jetzt weiß. Wir können viel lernen – sie von uns und wir von ihnen. Und wir können uns gegenseitig etwas geben – wir ihnen etwas Unbeschwertheit und sie uns die Erkenntnis, worauf es im Leben wirklich ankommt.   

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Geschenke – Pflicht oder Kür?

Wer kennt das nicht – Geburtstage, Jubiläen, Weihnachten und die immer gleiche bange Frage: Was sollen wir bloß schenken? Mir kommen dazu zwei Fragen in den Sinn:

  • Sind Geschenke etwa zu einer unangenehmen Pflicht geworden?
  • Ist uns eigentlich klar, in welcher Überfluss Gesellschaft wir leben?

Wir stöhnen und jammern so oft und gern, dass man meinen könnte, es würde uns an allen Ecken und Enden fehlen. Dabei stimmt das in der Regel nicht. Wir haben eine Wohnung oder gar ein Haus, Nahrung und Getränke im Überfluss und reichhaltiger Auswahl, ein Auto oder gar zwei, ein Smartphone oder gar drei pro Haushalt, schicke Möbel und nützliche Haushaltsgeräte. Wir haben im besten Fall gute Freunde, auf die wir zählen können und eine Arbeit, die uns Spaß macht.

Spätestens bei der Frage, mit was wir wem eine Freude bereiten können, dürfte uns klar werden, wie gut es uns im Prinzip geht. Eine Einsicht, die man sich täglich ins Bewusstsein rufen könnte, um tiefe Zufriedenheit und Dankbarkeit zu gewinnen.

Damit Geschenke nicht zu einer bloßen Pflicht werden, braucht es nur etwas Mut und Kreativität. Wer sagt denn, dass es ein Geschenk nur zu einem bestimmten Anlass geben darf? Wer sagt denn, dass ein ehrlich gemeinter persönlicher Glückwunsch nicht genauso viel Freude schenken kann? Wer sagt denn, dass die Zeit, die wir uns für jemanden nehmen, für diesen nicht sogar wertvoller ist ein materielles Geschenk?

In Zeiten von Mail, WhatsApp und Co. ist ein persönlicher Telefonanruf oder gar ein persönlicher Besuch etwas Einzigartiges geworden. ZEIT ist zum wertvollsten Gut geworden und Zeit kann jeder schenken. Gemeinsam verbrachte Zeit wirkt auch noch wärmend in der Erinnerung nach, wenn der eigentliche Anlass schon längst verblasst ist.

Wählen wir statt Pflicht die Kür und schenken wir von Herzen – das trifft dann auch mitten ins Herz!

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Mein Buchtipp # 5

Wenn im Klappentext eines Buches steht: "... Normalerweise geben wir an dieser Stelle ein paar Hinweise auf den Inhalt, aber bei diesem Buch - so glauben wir - ist es besser, wenn man vorher nicht weiß, worum es geht ... " erzeugt das vor allem Neugier. Bei mir jedenfalls. Was für ein genialer Marketing Trick, dachte ich und wollte unbedingt wissen, was dahinter steckt. Und fing an zu lesen. Konnte nicht mehr aufhören. Begriff, dass der Hinweis alles andere als ein Marketing Trick war. Nur eine ehrliche Beschreibung, weil eine andere schlichtweg nicht möglich war. Und so schließe ich mich an und verrate auch nichts vom Inhalt.

 

Nur so viel: Die Kraft, die in der einfachen Sprache liegt, reißt einen mit. Die Bilder, die beim Lesen entstehen, setzten sich dauerhaft im Gehirn fest. Die Geschichte, die erzählt wird, kann niemals vergessen werden.

 

Wer es noch nicht kennt - unbedingt lesen !!!

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Mein erstes Interview

Viele freie Schreiber sind es gewohnt, im Hintergrund zu bleiben und fühlen sich dort auch recht wohl. Was bedeutet es für Sie, sich selbst zu vermarkten und den Schritt nach vorne zu gehen?

In erster Linie – Überwindung. Aus dem Hintergrund zu arbeiten erscheint einfacher. Die eigene Arbeit zählt, mehr nicht. Man selbst als Persönlichkeit bleibt völlig unsichtbar. Dadurch auch nicht angreifbar, aber eben auch nicht greifbar … Wenn ich für Kunden schreibe, gewinne ich auch immer einen kleinen Einblick in ihre Persönlichkeit. Ich muss ja wissen, wofür sie stehen und welche Werte sie kommuniziert haben möchten. Die Ehrlichkeit, die meine Kunden mir entgegengebracht haben, hat dazu geführt, dass auch ich mich etwas geöffnet habe. In meinem Blog schreibe ich über unterschiedliche Themen, mal ist es beruflich, mal ist es privat. Der Blog hat keinen anderen Zweck, als dem Leser eine Möglichkeit zu geben, mich etwas besser kennenzulernen. Gefällt ihm, was er liest, kontaktiert er mich vielleicht. Gefällt es ihm nicht, wird er es lassen. Das war durchaus eine Überwindung. Allerdings weiß ich auch, dass ich so genau die Kunden anziehe, mit denen ich quasi auf einer Wellenlänge bin. Das ist sowohl für den Kunden als auch für mich von entscheidendem Vorteil. 

Was bedeutet es für Sie, sich als Person, als Profi zu einer Marke zu machen?

Konkret: Meinen Namen mit meinem Unternehmen zu verknüpfen. Der Unternehmensname ist zwar einprägsam, aber auch anonym. Durch die Verknüpfung mit meinem Namen bekommt er ein Gesicht. Das meine ich ganz wörtlich. Es gibt jetzt ein Foto von mir auf meiner Website und aktuell schaue ich den Betrachter auch an. Das war nicht immer so. Früher habe ich allein durch die Art des Fotos – von hinten und nur durch einen Spiegel das Gesicht gezeigt – signalisiert: Ich bleibe im Hintergrund. Jetzt nehme ich bewusst und offen Kontakt auf. Stelle neue Seiten über Leistungen auf meiner Website ein. Auf meiner Unternehmens-Facebook Seite poste ich regelmäßig Neuigkeiten, gebe sprachliche Tipps oder teile tolle Beiträge von anderen. Man kann auch im Gedächtnis bleiben, ohne sich offensiv in den Vordergrund zu spielen. Nur aus dem defensiven Hintergrund muss man heraus. 

Welcher Erfolg in Ihrer Laufbahn hat Sie darin bestätigt, mehr nach vorne zu treten und sich sichtbarer zu machen? 

Es war – wie sollte es anders sein – ein Kunde. Thematisch bin ich ja auf das Thema Schlafen und Wasserbetten spezialisiert. Dieser Kunde kam aus einem völlig anderen Bereich – 3D Visualisierungen. Kennengelernt hatte ich ihn als Redner bei einer Tagung. Irgendwann während des Vortrages fiel der Satz: „Wenn Menschen Menschen wie Menschen behandeln, geht vieles in die richtige Richtung.“ Das hat mich mitten ins Herz getroffen. Mutig habe ich ihm ein paar Wochen später eine Mail geschrieben und meine Arbeit – sofern gewünscht – angeboten. Obwohl ich – und das wusste er auch – von seinem Thema zu dem Zeitpunkt keinerlei Ahnung hatte. Wie vom Donner gerührt traf mich seine prompte Bitte nach einem Probetext, nach dem man weitersehen würde. Heute zählt er zu meinen wichtigsten und treuesten Kunden. Sein Zuspruch und seine Beurteilung meiner Arbeit haben mir gezeigt: Schlafen und Wasserbetten sind zwar nach  wie vor mein Spezialgebiet, aber auch meine Komfortzone. Es liegt ganz an mir, diese zu verlassen – wenn ich mag. Sich sichtbarer zu machen, bietet einem die wunderbare Möglichkeit, persönlich zu wachsen.

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Meine Mentoren

Was wären wir ohne Mentoren, die unseren Weg maßgeblich beeinflussen und fördern?

Mir selbst war das Glück beschieden, gleich zwei großartigen Mentorinnen begegnen zu dürfen, denen ich mit diesem Beitrag meinen Respekt und Dank aussprechen möchte. Ich werde beide für immer in meinem Herzen tragen.

Rita Bültmann war meine Deutschlehrerin im Hüffertgymnasium in Warburg. Sie hat die Liebe zur Sprache, zum Lesen und Schreiben in mir erweckt und dafür gesorgt, dass die zunächst zarte Pflanze dank guter Pflege kräftige Wurzeln entwickelte. Heute ist sie wie ein Baum, der Früchte trägt. Ohne Rita hätte mir jede Grundlage für meine Selbständigkeit gefehlt. 

Ich erinnere mich, dass ich irgendwann in einen Kurs mit einer anderen Lehrerin eingeteilt wurde. Nach kurzer Zeit war mir klar - das geht gar nicht! Bis zum Direktor bin ich gegangen und habe nicht eher Ruhe gegeben, bis ich wieder zu Rita Bültmann konnte. Für die damalige Zeit ein unerhörtes Verhalten von mir, das für entsprechende Aufregung sorgte. Aber ich wusste schon immer, dass man - erfährt man Gutes - dieses ganz festhalten muss.

Rita Bültmann lebt erfreulicherweise noch und ich werde ihr diesen Beitrag zukommen lassen.

Danke, Frau Bültmann!

 

Iris Geyer war für kurze Zeit meine Chefin. Sie hat mich mit dem Fachverband Wasserbett bekannt gemacht und dafür gesorgt, dass ich für diesen arbeite. Was sich durch diesen Kontakt an Möglichkeiten ergeben hat, ähnelt einem wunderbaren Märchen. Ich durfte viele großartige Menschen kennen lernen, von denen einige heute zu meinen besten und treuesten Kunden zählen.

Zusätzlich hat Iris Impulse gesetzt, die mich in meiner Persönlichkeit reifen und wachsen haben lassen. Ein besseres Verständnis für all die unterschiedlichen Typen von Menschen - aber auch ein besseres Verständnis meiner eigenen Person -  zählt zum Beispiel dazu. Iris hat mir die Augen geöffnet für Dinge, die im Verborgenen liegen. Sie hat meinen Blick geschärft und mein Bewusstsein erweitert.

Iris Geyer wäre heute 48 Jahre alt geworden ...

Danke, Iris!  

 

 

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Der Verein Deutsche Sprache e. V.

Der Verein Deutsche Sprache e. V. 

Als Texterin liegt mir Sprache selbstredend sehr am Herzen. Die deutsche Sprache auch. Das merke ich immer, wenn ich mit den Jungs telefoniere, die meine Website betreuen. Sie erzählen mir Dinge wie: „Das können wir im Footer einfügen“ oder „Das ist nur im Backend sichtbar“ oder schmeißen mit Begriffen wie „Inbound Marketing“ und „Gamification“ um sich. Beschämt besuche ich anschließend Google, um herauszufinden, was denn nun gemeint war. Frage ich etwa während des Gesprächs nach? Nein, zu peinlich. Noch viel schlimmer ist: Einmal begriffen, nutze ich diese Wörter selber völlig selbstverständlich. Und ernte je nach Kommunikationsweg Schweigen in der Leitung oder ratlose Blicke im persönlichen Gespräch.

 

Schlimm ist das!

 

Da verselbständigen sich tagtäglich Wörter und Ausdrücke im Gebrauch einer nicht deutschen Sprache, obwohl es auch anders geht. Meine Jungs wollen im Fußbereich meiner Website etwas einfügen und erklären mir, dass eine Seite nur im Hintergrund (für den Kunden unsichtbar) existiert. Sie erläutern mir eine Marketing Methode, die darauf basiert, von Kunden gefunden zu werden und klären mich über die Integration spieltypischer Elemente in einem Textbeitrag auf.

 

Klar ist das!

 

Der Verein Deutsche Sprache e.V. „tritt dafür ein, dass Deutsch nicht zu einem Feierabenddialekt verkommt, sondern als Sprache von Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft erhalten bleibt.“ Er wirbt ganz konkret dafür, dass die deutsche Sprache in der Politik, den Medien und der Wissenschaft auch eingesetzt wird. Ob es Beipackzettel, Gebrauchsanleitungen oder Stellenbewerbungen sind – die Botschaft sollte verständlich sein und oft genug ist sie das nicht. Unwillkürlich fragt man sich:

 

  • Wird vielleicht bewusst kompliziert geschrieben?
  • Wird der eigene Intellekt höher bewertet als der des Gegenübers?
  • WILL man überhaupt verstanden werden?

 

Ich mag an dem Verein, dass er Konzernen und Unternehmen auf die Finger schaut. Ich mag es, dass er konkrete Verbesserungsmöglichkeiten ausspricht. Ich mag es, dass er einen Kulturpreis Deutsche Sprache vergibt. Ich mag es, dass er längst vergessene Wörter wie „Schlingel“, „Walkman“ oder „Luftikus“ ausgräbt und in Erinnerung ruft. Und ich mag die Siegerehrung zum Sprachpanscher des Jahres – eine „Auszeichnung“ für besondere sprachliche Fehlleistungen.

 

Ich gelobe: Im meinem und eurem Interesse werde ich mich immer verständlich ausdrücken. Und falls nicht – nominiert mich für den Sprachpanscher des Jahres 😉

 

 

 

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Wähle kluge Wörter

Wenn ein Unternehmen auf seiner Website schreibt: „…wir wollen Ihnen Ängste nehmen….“ seufze ich innerlich und schlage ihm stattdessen: „… wir wollen eventuelle Bedenken zerstreuen“ vor.

Warum ich das mache?

Wer das Wort „Ängste“ liest, spürt sie im selben Moment, auch wenn er zuvor keinerlei Ängste hat. Zudem können Ängste nicht „genommen“ werden. Ängste kann nur der überwinden, der sie hat. Ein Fremder kann sie niemals nehmen, auch wenn er es noch so gut meint. Das wissen Menschen mit Ängsten. Folge: der Leser spürt „Angst“ und „Unglauben“ – eine katastrophale Wirkung, die das Unternehmen mit Sicherheit so nicht gewollt hat.

Sie finden das zu „psychologisch“?

Sprache IST auch immer Psychologie. Stellen Sie sich vor: Sie wollen ein Mineralwasser kaufen. Auf einem Produkt steht: „In unserem Wasser sind keinerlei Verunreinigungen oder bedenkliche Substanzen. Wir verwenden reines Quellwasser.“ Auf dem zweiten Produkt steht: „Frisches, klares, sauberes Quellwasser.“ Welches kaufen Sie?

Mein Appell: Wählen Sie immer kluge Wörter!

 

 

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MEIN BUCHTIPP # 4

Ich warne vorab: Dieses Buch ist keine leichte Kost! Der Klappentext beschönigt nichts. Eine Mutter schreibt Briefe an ihren Ehemann und rollt darin die Geschichte der Familie auf. Eine Geschichte, die das Vorher und Nachher eines bestimmten Donnerstages beschreibt, an dem der 15-jährige Sohn in seiner Schule 9 Menschen tödlich verletzte. Ich hätte vermutlich nie nach diesem Buch gegriffen, wäre die Autorin mir nicht so ans Herz gewachsen. Ihre anderen Bücher haben mich gefesselt und mitgenommen, sprachlich, inhaltlich und emotional. Das war der Grund für meine Wahl.

Vielleicht hoffte ich, eine Antwort auf die große Frage WARUM zu finden, die man angesichts einer solchen Tat unweigerlich stellt. Eine Antwort auf die Frage, was vorher schief gelaufen war und wer letzten Endes die Verantwortung – oder Schuld – trägt. Denn einen Schuldigen wollen wir ja alle immer gern benennen können. Vielleicht vertraute ich der Autorin, dass – wenn überhaupt – sie es schafft, eine solche Antwort zu geben.

Obwohl ich es nicht ertragen würde, dieses Buch noch einmal zu lesen, ist es definitiv eine Empfehlung wert. Ich mag Bücher, die nachhallen. Die einen noch lange beschäftigen. Über die man das fast zwanghafte Bedürfnis verspürt, darüber zu reden. Und es nicht kann. Jedenfalls mit niemandem, der die Zusammenhänge nicht genau so gut kennt wie man selbst durch die Lektüre.

Wer also gnadenlose Ehrlichkeit verträgt und meiner Buch Empfehlung folgt und die Geschichte von KK liest, ist herzlich willkommen, mit mir darüber zu reden. Wenn er mag. Und kann.

 

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Trau Dich – Sei einzigartig

Der Fachverband Wasserbett feiert zum 50. Geburtstag des Wasserbettes eine Kampagne mit dem provokanten Slogan „Schlafen ist Zeitverschwendung“. Auf der gleichnamigen Website präsentieren sich die teilnehmenden Händler mit einem kurzen Text sowie Bildern ihres Geschäftes. Was beim Text auffällt: Alle versprechen hochwertige Produkte, erstklassigen Service, individuelle Beratungen und langjährige Erfahrungen. Aus der Sicht des Händlers sind dies sicher wichtige Kriterien, aus der Sicht des Kunden wird dies spätestens nach dem dritten Text ähnlicher Art eine Plattitüde. Die Entscheidung für oder gegen einen Händler wird vermutlich ausschließlich aus räumlichen oder preislichen Gründen getroffen. Aus Sicht des Händlers gewiss nicht das, was er sich wünscht. Aus Sicht des Kunden völlig logisch, da Einzigartigkeit fehlt.

Was bei den kurzen Texten aus obigem Beispiel noch nachvollziehbar sein mag, ist es bei längeren Texten von Unternehmenswebsites ganz sicher nicht mehr. Dabei spielt die Branche keine Rolle – es zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche. Kaum ein Unternehmen nutzt die Möglichkeit, seine Einzigartigkeit herauszustellen. Woran mag das liegen? Weiß das Unternehmen vielleicht nicht, was es von seinen Mitbewerbern unterscheidet oder gibt es schlicht keine Unterscheidung? Ist es die Angst davor, nicht ALLE Kunden anzusprechen? Aber geht das überhaupt und vor allem – will man das überhaupt?

Wenn ich für Unternehmen Texte schreibe, kitzele ich aus meinem Gesprächspartner immer heraus, was ihn von allen anderen unterscheidet und hebe dies hervor.

Beispiel: Beim Pressetext für ein Unternehmen anlässlich eines Jubiläums wollte ich von der Inhaberin wissen, in welcher Position sie seinerzeit in das Unternehmen eintrat. Ihre Antwort: „Als Mädchen für alles … so wie heute auch noch.“ Diese ehrliche Antwort zeigt mir - und damit allen Lesern – so viel mehr als die reinen Worte! Es zeigt zwischen den Zeilen, dass im Unternehmen niedrige Hierarchien herrschen, Verantwortung großgeschrieben und der Teamgeist ausgeprägt ist. Der Kunde bekommt beim Lesen ein Gespür für die Philosophie des Unternehmens. Gefällt sie ihm, geht er hin. Gefällt sie ihm nicht, geht er nicht hin. Aber ist das für das Unternehmen nicht mehr Vor- als Nachteil?

Anderes Beispiel: Eine Werbeagentur, für die ich Texte schreibe, sagt ihren Kunden unverblümt, wenn eine Idee des Kunden nicht funktioniert und tut dies auch auf ihrer Website kund. Sind die vielleicht verrückt oder nur arrogant? Weder noch. Die Agentur verspricht ihren Kunden sehr viel und kann dies Versprechen nur einlösen, wenn ihre Arbeit so exzellent ist wie sie versprechen. Wenn der Kunde die Arbeit vorgibt und die Agentur nur ausführendes Organ ist, wird dies nicht immer funktionieren. Deswegen traut sich die Agentur, auch mal zu sagen: „Lieber Kunde, so funktioniert das nicht aus dem und dem Grund. Wir haben eine bessere Idee, die nachweislich aus dem und dem Grund besser funktioniert“. Klar wird es Kunden geben, die den Weg nicht mitgehen wollen, aber nochmal: Ist das für das Unternehmen nicht mehr Vor- als Nachteil? Besagte Werbeagentur hat ausschließlich positive Referenzen, Weiterempfehlungen in Hülle und Fülle und Folgeaufträge bestehender Kunden. Wäre dies auch so, wenn sie ihre Einwände und eigene Ideen runterschlucken und gemäß dem Motto „der Kunde ist König“ nur liefern würden, was dieser will?

Ich bin überzeugt: Einzigartigkeit zahlt sich aus. Sie zieht Kunden an, die zu genau diesem Unternehmen passen. Sie stärkt das Unternehmen und macht aus Auftraggebern und Auftragnehmern eine gleichberechtigte Partnerschaft zu beiderseitigem Nutzen.

Trau Dich – Sei einzigartig!

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SEO Texte

Jede Website profitiert von guten SEO Texten. Das Geheimnis ist allen klar: Nach was sucht der Nutzer, welche Begriffe gibt er in Google ein? Wie und in welcher Anzahl füge ich die Begriffe anschließend in einem SEO Text ein? Welche Länge ist für einen SEO Text optimal? Geht alles gut, generiert der SEO Text neue Besucher einer Website und somit potentiell neue Kunden. Das Interesse an guten SEO Texten ist sehr verständlich. Keyword Planer und spezielle Tools helfen bei der Auswahl der richtigen Suchbegriffe. So weit die Theorie.

Die Praxis bei mir sind allerdings so aus:

Ich ignoriere diese Tools völlig und versetze mich statt dessen gedanklich in die gewünschte Zielgruppe. Habe ich diese klar vor Augen, schreibe ich ihnen, wie sie ihr Problem lösen können und wer ( Sie!) ihnen dabei helfen kann. Das ist mein SEO Text und ich kann in aller Bescheidenheit sagen – sie funktionieren!

Bestätigt hat mir dies eine große Marketing Agentur, für die ich regelmäßig unterschiedliche SEO Texte schreiben darf. Nachdem bereits eine Woche nach Einstellung meiner Texte neue Kunden gewonnen werden konnten, rief mich der Geschäftsführer an und teilte mir die Neuigkeit freudig mit. Als er mich fragte, welche Tools ich benutze und ich ihm sagte „keine“ herrschte zunächst Schweigen in der Leitung. Ich erklärte ihm also, dass mich solche Vorgaben leider total blockieren. Richtwerte statt Emotionen, Vorgaben statt Persönlichkeit, nicht mein Ding. Sein Kommentar: „Perfekt, Frau Krömer – Talent ist immer besser als Auswendiglernen!“

Das erinnerte mich an eine Geschichte über einen Tausendfüßler, die ich einmal gehört habe: Es war einmal ein Tausendfüßler, der konnte ganz bezaubernd tanzen. Alle Tiere des Waldes standen bewundernd vor ihm und beobachteten seinen grazilen Tanz. Eine Ameise wollte es gern genauer wissen und fragte den Tausendfüßler: „Sag mir doch, wie machst du das? Hebst du zuerst dein linkes Bein 73 und dann das rechte 85 und anschließend Bein 15 links und Bein 55 rechts im Wechsel oder in welcher Reihenfolge hebst du deine Beine beim Tanz?“ Der Tausendfüßler verstummte, dachte nach und …. konnte nie wieder so bezaubernd tanzen…

Damit möchte ich sagen: Bitte fragt mich nicht, wie ich gute SEO Texte ohne übliche Tools schreibe, SEO Texte die funktionieren und die Spaß machen beim Lesen. Ich mache es einfach 😉

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Tommi & Smilla

Smilla`s Geschichte ist wie ein kleines Wunder – ein Wunder, auf welch wundersamen Wegen sie zu uns gefunden hat.

Am 06.12.2017 – unsere Suse war vor genau einem Jahr gestorben – sah mein Mann auf seiner Facebook Seite einen Beitrag, den eine Facebook Freundin von ihm aus Australien geteilt hatte. Der Ingolstädter Tierschutzverein hatte ein Foto gepostet, auf dem eine kleine Spitzhündin ausgesetzt an einer Bushaltestelle zu sehen war. Es war Nacht, es war kalt, es lag Schnee und die kleine Maus hatte sich an ihrer dicken Eisenkette so weit wie möglich unter die Bank verkrochen. Nun suchte der Tierschutzverein nach Menschen, die die Hündin kannten.

Ich schwöre – sie sah auf dem Bild unserer Suse verteufelt ähnlich und es kam wie es kommen musste. Wir nahmen sofort Kontakt mit dem Tierschutzverein auf und ließen nicht eher locker, bis sie versprachen, dass wir den Hund zu uns nehmen können. Zurück zum Besitzer würde sie eh nicht gelassen und obwohl der Beitrag knapp 2000 mal in ganz Deutschland geteilt wurde, weiß bis heute niemand, wo sie herkam. Als wäre sie vom Himmel gefallen…

Nach einer gesetzlich vorgeschriebenen Frist ist sie nun seit ein paar Tagen hier und das Wunder geht weiter. Tommi und Smilla mochten sich vom ersten Augenblick an und wo der eine ist, ist die andere nicht weit. Tommi ist ein prima Lehrer und zeigt ihr alles, was sie wissen muss. Nach nur 3 Tagen konnten wir sie schon ohne Leine laufen lassen und dieser erste Moment, in dem Smilla begriff, dass sie frei war und überglücklich mit Tommi über die Felder jagte – dieser Moment wird uns immer im Gedächtnis bleiben.

Nachdem wir nach vielen Jahren von Trixie und Suse Abschied nehmen mussten, ist mit Tommi und Smilla jetzt das Glück zu uns zurück gekehrt. Auf wundersamen Wegen sind sie zu uns gekommen und wir freuen uns auf viele glückliche Jahre mit ihnen.

 

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Mein Buchtipp # 3

Ich liebe Sachbücher, die informieren ohne zu belehren. Die komplizierte Sachverhalte in klaren und verständlichen Wörtern darstellen. Die auch ernste Themen ansprechen. Die bei allem eine Prise Humor einstreuen. Und die deswegen im Gedächtnis bleiben. Dauerhaft.

Solch ein Buch ist „Wunder wirken Wunder“ von Eckart von Hirschhausen. Als Mediziner schreibt er erstaunlich offen über Missstände im Gesundheitswesen, Beweggründe von Krankenkassen und Engstirnigkeiten in der Humanmedizin. Aber auch über Alternativmedizin in all ihren Facetten. Er klärt auf und schenkt dem Leser einen Wegweiser durch das Labyrinth der Medizin. Bei dem der Patient – wir alle – eine entscheidende Rolle spielen können. Es oft genug aber nicht tun.

Und das hat mich am meisten beeindruckt: die Tatsache, wie viel jeder von uns zu seiner eigenen Gesundheit beitragen kann. Mit einfachsten Mitteln, die jeder zur Verfügung hat. Eins der wichtigsten Instrumente: unsere eigenen Gedanken! Ich sage nur – Placebo Effekt…

Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht. Lest selbst und staunt, wie mächtig eure Gedanken sein können.

Viel Spaß beim Lesen!

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Mein Ziel beim Schreiben

Wenn ich für meine Kunden schreibe, habe ich immer deren Ziel und ihre Zielgruppe vor Augen. Ich benutze – wie jeder Texter oder Autor – selbstverständlich meinen „Werkzeugkasten“:

Wortschatz, Grammatik, verschiedene Stile, Gliederung und Absätze – das ganz normale Handwerkszeug eben, das sich jeder gute Texter aufgebaut hat und liebevoll pflegt. Wo möglich, versuche ich IMMER, im Text drei für mich persönlich ganz wesentliche Elemente einzuarbeiten. Elemente, von denen jeder Kunde profitieren kann. Elemente, die meine Texte (vielleicht) einzigartig machen.

1. Show, don`t tell!
Eine Tatsache ist oft langweilig – ein imaginäres Bild im Kopf von der Tatsache viel spannender. Beispiel: „Tom ist verheiratet“ oder „Tom drehte gedankenverloren an seinem Ehering“
Bilder im Kopf eines Kunden zu erzeugen ist ein mächtiges Werkzeug!

2. Der erste Satz
Schwierig und immens wichtig! Oft entscheidet der erste Satz, ob wir weiterlesen oder nicht. Deshalb achte ich auf einen guten Einstieg. Dieser kann witzig, provokant, eine Frage oder eine Behauptung sein – egal was, Hauptsache er geht mit dem anschließenden Inhalt eine Verbindung ein. Am ersten Satz beiße ich mir oft die Zähne aus. Auf Kommando kommt da gar nichts. Ich trage ein neues Projekt einfach eine Weile gedanklich in meinem Kopf spazieren und plötzlich – an den ungewöhnlichsten Orten und zu den unmöglichsten Zeiten – ist er da: der erste Satz! Und mit ihm nicht selten die ganze Story, die dann praktisch „fließt“. Ich hoffe, meine Muse – der ich das verdanke und sie Thea nenne (ihr Einfall, nicht meiner) – lässt mich nie im Stich.

3. Einfache Sprache
Je spezieller das Gebiet, je komplizierter die Sprache. Manchmal können meine Kunden mir nicht in einfachen Worten erklären, was genau sie machen und welche Vorteile sie bieten. Das Problem? Wenn ich es nicht verstehe, verstehen es wahrscheinlich auch andere Menschen nicht. Vielleicht sogar genau die, die mein Kunde ansprechen will. Deshalb bestehe ich darauf, zu verstehen, worüber ich schreiben soll und recherchiere und frage solange nach, bis dies der Fall ist. Anschließend gebe ich es in möglichst einfachen Worten wieder. Der Wunsch nach Verständnis ist bei mir höher als der Wunsch, durch möglichst viele Fremdwörter zu beeindrucken.

Deshalb mag ich auch das Zitat im Bild so gern …

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Genug Zeit für alles Wichtige

Die Zeit rast scheinbar immer schneller, und wir haben immer zu wenig davon. Wie kommt das? Rational betrachtet hat unser Tag heute immer noch 24 Stunden – so wie früher auch. Am reinen Zeitfaktor kann es demnach nicht liegen. Sind die Anforderungen heute also größer geworden? Der Druck, die Termine, die Zeitvorgaben?

Es lohnt sich, hier einmal genauer hinzuschauen. Lothar Seiwert – Deutschlands führender Zeitmanagement Experte – behauptet: „Es gibt keine Zeitprobleme, sondern nur Prioritätenprobleme.“ Stimmt das?

Wenn ich ganz ehrlich bin, muss ich persönlich ihm zustimmen. Ein Tag, ohne zu lesen, ist für mich unvorstellbar. Ein Tag ohne Zeit für meinen Partner? Undenkbar. Keine Zeit, um mit dem Hund Gassi zu gehen? I wo!
Auch ich habe Termine, Zeitvorgaben und hin und wieder Druck – und trotzdem finde ich immer Zeit für das, was mir wichtig ist. Für meine Prioritäten! Damit stehe ich auch nicht allein. Ein guter Freund klagt ständig über Zeitprobleme, geht aber pro Woche mindestens 12 Stunden zum Sport. Warum? Weil der Sport bei ihm eine hohe Priorität besitzt.

Im Arbeitsleben ist man gut beraten, seine Prioritäten so zu setzen, dass das Wichtige erledigt wird, bevor es dringend wird. Das ist effizient, entschleunigt und weitet den Blick für Unwichtiges. Wer vom Großen zum Kleinen arbeitet, schafft mehr und ist weniger gestresst. Die zur Verfügung stehende Zeit bleibt immer gleich – unser Umgang mit ihr ist der entscheidende Punkt, der uns „gefühlt“ mehr Zeit schenken kann.

Ich behaupte hier also ganz mutig: Jeder hat immer genug Zeit für das, was ihm wirklich wichtig ist. Und der ständige Seufzer „Ich habe keine Zeit“ mancher Menschen, ist oft einfach nur eine höfliche Umschreibung für „Ich habe keine Lust“.

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Gefühlschaos

Manchmal fehlen auch mir die Worte. Besonders dann, wenn ich emotional sehr betroffen bin.
Aus diesem Grund füge ich hier ein Zitat von „Pauline Hoffmann“ ein – besser könnte ich es nicht ausdrücken:

Die Freude und der Schmerz,
die stritten um die Wette,
wer an des Menschenherz
das größte Anrecht hätte.
Da trat die Lieb` hinzu und sprach:
Oh, lasst das Streiten!
Mein ist das Menschenherz,
ihr sollt es nur begleiten.

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Mein Buchtipp # 2

Ein Grund, warum ich so gern lese, ist neben der Unterhaltung die Freude am Lernen. Selten habe ich so viel gelernt wie bei der Lektüre von „Ranga`s Welt“. Die dort gestellten Fragen wären mir nie im Leben in den Sinn gekommen. Steht die Frage allerdings erstmal im Raum, möchte ich auch die Antwort wissen. Der fast schon hypnothische Sog des Buches hat mir Antworten auf die Frage gegeben, warum Vögel immer in V-Formation fliegen, warum auch bunte Seife nur weißen Schaum erzeugt, warum Fliegen so schwer zu fangen sind und Kellerräume im Sommer durch Lüften erst recht feucht werden. Und noch viele mehr. Super interessant und sehr zu empfehlen.

Absurde, alltägliche und wissenschaftliche Erkenntnisse ziehen sich quer durch verschiedene Themen und auch der praktische Nutzen ist gegeben. Schöner Nebeneffekt: ich lerne wieder zu staunen und Dinge zu hinterfragen. Das Kind in mir geht wieder auf Entdeckungstour …

Viel Spaß beim Lesen!

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Trixie

Der erste Beitrag auf dieser Seite ist für Suse und nun ist Trixie ihr gefolgt. Der Gedanke, dass beide nun wieder zusammen sind, ist tröstlich. Der Gedanke, dass wir beide in diesem Leben nie wiedersehen, ist nicht auszuhalten. Mit 3 Jahren sind sie zu uns gekommen und fast 15 Jahre bei uns gewesen. Die Zeit war ein Geschenk, jeder Tag. Die Erinnerung bleibt ewig. Wir tragen auch Trixie immer in unseren Herzen, die sich im Moment so anfühlen, als würde nicht das kleinste bisschen mehr hinein passen. So voll, so traurig.

Trixie, unser Sonnenschein, wir vermissen dich …

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Multitasking ist Bullshit

Die meisten Menschen sind stolz auf ihre Fähigkeit, mehrere Dinge gleichzeitig erledigen zu können. Es ist so schön effektiv, so fleißig, so flexibel und alles andere ist lahm, starr und unerträglich langsam.

Ein Buch zu lesen, eine Mahlzeit zu kochen, ein Telefonat zu führen ohne gleichzeitig schnell den Müll raus zu bringen, eine To-do-Liste zu schreiben oder die Kaffeemaschine zu entkalken scheint von einer grenzenlosen Missachtung der kostbaren Zeit zu künden. Zeit, die wir nicht zu haben scheinen und Zeit, die möglichst effektiv genutzt werden muss.

Und da Multitasking sich immer mehr verselbständigt, findet auch niemand mehr etwas dabei, wenn während einer persönlichen Unterhaltung Mails gecheckt und der Facebook Status aktualisiert wird. Aber stimmt das wirklich? Stört das niemanden? Oder sind wir nur zu höflich, um etwas dazu zu sagen? Fühlen wir uns wirklich wohl, wenn wir uns etwas von der Seele reden und unser Gegenüber murmelt hin und wieder „ah“ oder „oh“ derweil der Blick die heute typische Smartphone Richtung einnimmt?

Es mag altmodisch klingen, aber mir fallen hierzu Wörter wie „Respekt“ und „Wertschätzung“ ein. Wenn ich möchte, dass das, was ich sage, auch gehört wird, muss ich im Gegenzug auch dem, was mein Gegenüber zu sagen hat, zuhören. Ist das nicht so, reden wir halt einfach nur so zum Spaß aneinander vorbei. Wobei man`s dann auch gleich bleiben lassen kann.

Wer sein Gegenüber wertschätzt und ihm mit Respekt begegnet, wird immer darauf bedacht sein, aufmerksam in genau diesem Moment zu sein. Zuhören, wenn der andere etwas zu erzählen hat. Ausschließlich. Denn so wie es unmöglich ist, zwei Gedanken gleichzeitig zu denken, ist es auch unmöglich, richtig zuzuhören und gleichzeitig in sein Smartphone zu tippen. Punkt.

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Jung bleiben – aber wie?

Wir alle möchten gern jung bleiben, wobei es weniger um das tatsächliche Alter geht, als vielmehr um körperliche und geistige Fitness, unabhängig von der Anzahl der Lebensjahre.
Was muss und kann man dafür selbst tun?

Zwei für mich persönlich höchst interessante Ergebnisse aus der Forschung lauten:

Rotwein! Alkohol ist generell ungesund, scheint so nicht zu stimmen. Eine Flut von Studien bewies, dass Menschen, die wenig bis maßvoll Rotwein tranken – und zwar regelmäßig – insgesamt gesundheitlich weit besser dran waren als Abstinenzler – besonders im Hinblick auf ihre Herzgesundheit. Rotwein hat erwiesenermaßen förderliche Auswirkungen auf das (gute!) HDL-Cholesterin und auf den Blutdruck, außerdem scheint es vor Alzheimer zu schützen.

Kaffee! Eine Studie aus dem Jahr 2012 brachte es ans Licht: Kaffeetrinker haben tendenziell ein deutlich geringeres Sterblichkeitsrisiko als Kaffeeverächter. Die Probanden, die 4-5 Tassen Kaffee am Tag tranken, wiesen eine um 12 % geringere Gesamtsterblichkeit auf.
Wer Kaffee trinkt, lebt länger!
Zusätzlich scheint Kaffee das Risiko für den Typ-2-Diabetes zu verringern.

Ansonsten war die nüchterne Schlussfolgerung zum Thema „Jung bleiben“ aus dem gleichnamigen Buch von Bill Gifford:
„Wer rastet, der rostet – ist vorerst wohl das Beste, woran wir uns halten können.

Meine Erkenntnis daraus:
Ich koche mir jetzt erstmal einen Kaffee und heute Abend öffne ich eine Flasche Rotwein. Prost!

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Mein Buchtipp # 1

Wer gern schreibt, liest auch gern. Ich auf jeden Fall. Ich habe sogar ein schönes Lederheft, in das ich Passagen aus anderen Büchern notiere, die mir wegen ihres Inhalts oder ihrer Wortwahl besonders gut gefallen.
Aber ich schweife ab…

Hin und wieder präsentiere ich hier – für mich – wundervolle Bücher und „Ove“ gehört ganz sicher dazu. Der Nummer 1 Bestseller aus Schweden ist eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, das richtige Werkzeug und was sonst noch wirklich zählt im Leben – witzig, rührend, grantig, großartig.

Viel Spaß beim Lesen!

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Vorschnelle Urteile

Wie schnell sind wir doch manchmal mit unserem Urteil über andere Menschen. Die Nachbarin, die uns nicht grüßt, diese doofe Nuss. Meint wohl, sie wäre was Besseres. Der Autofahrer, der beim grün der Ampel nicht in die Pötte kommt und vor sich hinträumt. Aufwachen Mann, hat ja nicht jeder soviel Zeit wie du. Der Kollege, der eine Verabredung nicht einhält und sich noch nicht einmal meldet. Na, der kann mich mal kreuzweise.

So schnell ist unser Urteil gefällt und so oft liegen wir mit unserer Einschätzung der Situation völlig daneben. Die Nachbarin ist auf dem Weg zur Arbeit und hat heute ein Gespräch mit ihrem Chef. Voller Angst vor einer Kündigung kreisen ihre Gedanken um die Zukunft. Ihre Umwelt nimmt sie nicht wahr. Der Autofahrer hat trotz seiner Medikamente eine kleine Panikattacke und bemüht sich, mit Hilfe seiner Atmung wieder handlungsfähig zu werden. Nur noch ein paar Atemzüge, dann geht es bestimmt wieder. Der Kollege musste sein Kind ins Krankenhaus bringen, nachdem es von der Schaukel gefallen und sich am Kopf böse verletzt hat. Vor lauter Sorge um sein Kind hat er alles andere völlig vergessen.

Wir schauen einem Menschen immer nur VOR den Kopf, nicht hinein. Und trotzdem glauben wir zu wissen, warum jemand sich so benimmt, wie er es gerade tut. Gleichzeitig erwarten wir von unserer Umwelt, dass sie unsere Handlungsweisen jederzeit komplett nachvollziehen können. Allein aus dem Grund, weil sie für uns so logisch sind. Paradox, nicht wahr?

Wenn wir von unserer Umwelt Verständnis erwarten, ist es ein erster Schritt, selbst verständnisvoller mit seiner Umwelt umzugehen. Und dazu gehört auch, mit seinen eigenen Urteilen etwas weniger vorschnell zu sein. Verständnis kommt von verstehen. Erst wenn wir etwas wirklich verstanden haben, können wir Verständnis zeigen.

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Liebe ist…

manchmal schwer in Worte zu fassen. Das Gefühl ist da, es zu beschreiben hingegen schon etwas komplizierter.

Wir möchten alle geliebt werden und haben wir das Glück, ist es wunderbar zu wissen. Es zu hören, macht uns noch ein kleines bisschen glücklicher, weil wir die Bestätigung bekommen, das sich nichts daran geändert hat. Es zu lesen ist die Krönung, denn dann wissen wir, dass sich jemand nur für uns die Mühe gemacht hat, seine Gefühle in Worten auszudrücken. Und können es jederzeit erneut lesen, wann immer wir das Bedürfnis dazu verspüren.

Deshalb ermuntere ich alle, ihren Lieben hin und wieder eine kleine Liebesbotschaft zu schreiben. Am Ende unseres Lebens – so sagt man – bereuen wir vor allem die Dinge, die wir nicht getan und die Worte, die wir nicht ausgesprochen haben. Eine kleine Liebesbotschaft wirkt in beide Richtungen – sie erfreut den, der sie erhält und sie erfüllt mit Dankbarkeit den, der sie schreibt.

Für mich ist Liebe so, wie im Bild beschrieben.

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Großzügigkeit ist nichts für Kleingeister

Großzügig zu sein macht Spaß. Ein Buch im Zug liegenlassen für den nächsten zufälligen Leser. Einen Euro auf den Bürgersteig werfen und liegenlassen für den nächsten, der ihn findet. Eine kleine Süßigkeit in einen x-beliebigen Briefkasten werfen.
All das kostet wenig und bringt viel. Freude, Spannung und das erfüllende Gefühl, etwas Gutes getan zu haben. Ohne eine Gegenleistung erwarten zu können. Ja – gerade deswegen!

Kennen wir die Person oder ist sie gar unser Freund, ist es mit der Großzügigkeit leider nicht ganz so einfach. Denn hier muss offenbar eine Balance gehalten werden. Geben und nehmen müssen sich die Waage halten. Und das gilt paaradoxerweise besonders für den Nehmenden.
Immer zu bekommen und nie etwas zurück geben zu können, stürzt den Nehmenden in eine Schuld. Auch wenn der Gebende nie Anlass gegeben hat, sich schuldig zu fühlen. Es ist trotzdem so. Und manchmal führt dies zum Bruch der Freundschaft, ausgerechnet vom Nehmenden ausgehend.

Reagiert nun der Gebende mit Unverständnis, Zorn oder Enttäuschung, war er vielleicht weniger großzügig als vielmehr berechnend. Eine Hand wäscht die andere – ein tiefverwurzelter Glaubenssatz, der mit Großzügigkeit allerdings nichts zu tun hat.

Wahre Großzügigkeit erfordert Großmut und ist darum nichts für Kleingeister.

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Tagesschau mit Happy End

Woran liegt es bloß, dass in der Tagesschau – oder anderen Nachrichtensendern – vorwiegend über negative Ereignisse berichtet wird? Abgesehen von neutralen Sportberichten, politischen Neuigkeiten und der Wettervorhersage wimmelt es nur so von negativen Schlagezeilen:
Hier ein Krieg, dort ein Flugzeugabsturz, Überfälle und Unfälle, gewalttätige Ausschreitungen und sexuelle Übergriffe – Katastrophen überschwemmen uns täglich aufs Neue.

Was macht das mit uns? Wie wirkt sich das auf unser Leben aus? Wie wirkt sich das auf unsere Gedanken aus?
Überzeugt davon, dass unsere Gedanken tiefgreifenden Einfluss auf unser Leben haben, vermute und befürchte ich – nichts Gutes.
Aber was ist die Alternative? Keine Nachrichten mehr anschauen? Einfach wie die drei Affen reagieren: Ich sehe, höre und sage nichts?

Es ist schwer, bei der Flut negativer Berichterstattung ein gesundes Gleichgewicht zu bewahren. Weder abzustumpfen noch überängstlich zu werden. Weder Mitgefühl noch Hoffnung zu verlieren. Weder alle über einen Kamm zu scheren noch das Einzelschicksal aus dem Auge zu verlieren. Und vor allem:
Immer noch an das Gute in dieser Welt und das Menschliche in einer Person zu glauben.

Denn natürlich gibt es das! Menschen, die anderen Menschen helfen. Die sich engagieren und Gutes tun. Die dafür sorgen, dass es anderen besser geht. Die gern mit anderen teilen. Die Freude in diese Welt bringen.

Wäre es nicht schön, wenn wenigstens EINE positive Nachricht am Ende einer Nachrichtensendung verkündet würde? Eine kleine Glücksbotschaft, die uns mit den vorherigen Schreckensnachrichten etwas versöhnt und daran erinnert, dass es auch so viel Gutes gibt. Verdient das keine Aufmerksamkeit?

Wäre das keine gute Idee?

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Der Zauber des Anfangs

Ein neues Jahr beginnt und alle Menschen feiern, umarmen sich, freuen sich und strahlen mit dem Feuerwerk um die Wette. Dem Neuen haftet der Zauber des Anfangs an und erfüllt uns mit Zuversicht, Freude und Hoffnung. Alles ist noch neu und breitet sich rein und frisch vor uns aus. Alles scheint möglich und jeder fühlt sich als Teil dieses Wunders. Wir sind freundlich, geduldig und aufmerksam anderen gegenüber. Der Zauber des Anfangs lässt uns ein kleines bisschen zu einem besseren Menschen werden, denn wir wollen ganz sicher nicht die Ursache für ein erstes Leid oder ein erstes Ärgernis in diesem Jahr werden. Der Zauber des Anfangs ist wie ein kleines Wunder.

Ich habe mich gefragt, warum der Zauber so schnell verfliegt und dem Alltag weicht. Wäre es nicht schön, wenn man den Zauber festhalten könnte? Und warum scheint dies unmöglich zu sein?

Vielleicht liegt es daran, dass wir zu Beginn eines neuen Jahres voll und ganz diesen einen Moment wahrnehmen. Ganz bewusst im Hier und Jetzt leben. Achtsam sind. Und diese Fähigkeit wieder verlieren. Vielleicht lohnt es sich, Achtsamkeit zu trainieren und sich daran zu erinnern, dass auch ein neues Jahr aus nichts anderem besteht als aus 365 Tagen. Und jeder einzelne dieser Tage ebenfalls etwas Neues ist. Etwas Einmaliges, das es so auch nie wieder geben wird. Der Zauber des Anfangs ist an jedem einzelnen Tag möglich. Es liegt an uns, dies Wunder zu erkennen.

Ich wünsche uns allen ein Leben voller Wunder, auf dass unsere Wunderkerze in den schönsten Funken und glitzernden Strahlen leuchtet und die Dunkelheit erhellt.

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Suse

Unter dem Himmel – sofern man an ein Leben nach dem Tod in irgendeiner Form glaubt – stellt sich jeder etwas anderes vor. Homer hat gesagt: „Der Schlaf ist der kleine Bruder des Todes“. Daraus habe ich mir meine eigene Vorstellung von einem Himmel gemacht.

In meinem Himmel schlafen wir, aber was wir auf Erden nur träumen, ist dort die Wirklichkeit. Träume sind unser Leben nach dem Tod. Alles, was wir von Herzen geliebt haben, sehen wir dort wieder – himmlischer kann mein Himmel nicht sein. Und da Liebe unendlich ist und wir immer genug von ihr haben – egal, wie viel wir schon verschenkt haben – wird der Himmel umso schöner und reichhaltiger und lebendiger, je mehr wir geliebt haben. Ich liebe allein diese Vorstellung schon sehr.

Heinz Rühmann hat einmal gesagt: „Man kann auch ohne Hunde leben, aber es lohnt sich nicht“. Ich sehe das genauso. Ich liebe Hunde und sie werden immer Teil meines Lebens sein. Und meines Himmels – dort werde ich sie alle wiedersehen. Unsere Suse, die wir Nikolaus 2016 haben gehen lassen müssen, und alle, die vor ihr gegangen sind oder die ihr noch folgen. In meinem Himmel ist viel Platz und in meinem Herzen bewahre ich alles, was ich geliebt habe, sorgfältig auf.

Suse, unser kleiner Stern, wir vermissen dich…

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