Persönlicher Blog

In meiner öffentlichen Arbeit schreibe ich für verschiedene Personen und Unternehmen. Die Themen sind naturgemäß vorgegeben. Hier – in meinem persönlichen Blog – schreibe ich über das, was mir ganz persönlich am Herzen liegt. Das sind vor allem zwischenmenschliche Themen oder auch meine Meinung zu aktuellen Geschehnissen aus der Welt. Das Bedürfnis zu schreiben ist ein unstillbares. So entstand die Idee zu diesem Blog. Alles, was mich berührt und bewegt und worüber ich nachdenke; Erkenntnisse, die ich für mich gewonnen habe und Eindrücke, die ein schriftliches Festhalten verdienen – all das wird in diesen Blog Einzug halten. Mir selbst wird der Blog vor allem Freude bereiten. Er ist weder auf Profit noch auf Werbung ausgerichtet. Vielmehr sind Sie eingeladen, mich hier ein wenig besser kennenzulernen, indem ich Sie an meinen Gedanken und meiner Einstellung teilhaben lasse. Ich wünsche Ihnen dabei viel Freude!

Kinderhospiz – Malteser im Main-Kinzig-Kreis

Hospiz – jeder, der nicht notgedrungen damit zu tun hat, schiebt das Wort und alles, was es bedeutet, so weit weg, wie es eben geht. Das ist zu schwer. Das ist zu traurig. Das geht zu sehr an die Nieren, ganz besonders, wenn es ein Kinderhospiz ist. So denken wohl die meisten von uns, mich eingeschlossen.

Trotzdem stricke ich seit einiger Zeit fürs Kinderhospiz, eine großartige Idee von Christine aus der WollOase in Gelnhausen. Aus dem Hospiz liegt ein Wunschzettel vor, Wolle wird von den Herstellern kostenfrei zur Verfügung gestellt und Christine steht mit Rat und Tat zur Seite und bietet gemeinsame Strick- und Häkelabende an. Hier wird in lockerer Gemeinschaft mit viel Liebe gestrickt und gehäkelt, was Kinderherzen sich wünschen. Rosa Teddybären, Strümpfe, Mützen, kuschelige Decken und Seelenwärmer für die Mamis. Ist genug beisammen, gibt Christine alles beim Malteser Dienst ab. Regelmäßig treffen sich hier betroffene Eltern mit ihren Kindern und die Betreuer des Malteser Dienstes. Essen miteinander, spielen und reden miteinander und freuen sich über die neuen selbstgemachten Werke.

Gestern habe ich Christine zu solch einem Treffen begleitet. Anfangs habe ich diese Möglichkeit weit von mir geschoben. Stricken ja – persönlich abgeben und das Leid sehen nein. Heute bin ich froh, hingegangen zu sein. Es waren zwar keine Kinder da, wohl aber die Mütter der kranken Kinder und natürlich die sie in allen Belangen unterstützenden Seelen von Frauen des Malteser Dienstes.

Was ich gelernt habe: Die Hemmschwelle zu überwinden lohnt sich! Es ist beeindruckend zu sehen, wie diese Mütter ihrem Schicksal trotzen. Sie lachen, sie unterstützen sich gegenseitig, sie reden unbeschwert miteinander. Sie genießen diese Auszeit von ihrem Alltag. Sie sprechen offen von ihren Problemen, ohne verbittert zu sein. Sie schildern den Alltag mit ihren kranken Kindern, ohne in Selbstmitleid zu versinken. Sie sind starke, tapfere, lebensfrohe und kluge Frauen. Sie lachen genauso gern wie andere Mütter. Sie machen es anderen Menschen sehr leicht, mit ihnen umzugehen.

Schwer machen nur wir es uns, mit diesen Menschen Kontakt aufzunehmen. Unnötig, wie ich jetzt weiß. Wir können viel lernen – sie von uns und wir von ihnen. Und wir können uns gegenseitig etwas geben – wir ihnen etwas Unbeschwertheit und sie uns die Erkenntnis, worauf es im Leben wirklich ankommt.   

Geschenke – Pflicht oder Kür?

Wer kennt das nicht – Geburtstage, Jubiläen, Weihnachten und die immer gleiche bange Frage: Was sollen wir bloß schenken? Mir kommen dazu zwei Fragen in den Sinn:

  • Sind Geschenke etwa zu einer unangenehmen Pflicht geworden?
  • Ist uns eigentlich klar, in welcher Überfluss Gesellschaft wir leben?

Wir stöhnen und jammern so oft und gern, dass man meinen könnte, es würde uns an allen Ecken und Enden fehlen. Dabei stimmt das in der Regel nicht. Wir haben eine Wohnung oder gar ein Haus, Nahrung und Getränke im Überfluss und reichhaltiger Auswahl, ein Auto oder gar zwei, ein Smartphone oder gar drei pro Haushalt, schicke Möbel und nützliche Haushaltsgeräte. Wir haben im besten Fall gute Freunde, auf die wir zählen können und eine Arbeit, die uns Spaß macht.

Spätestens bei der Frage, mit was wir wem eine Freude bereiten können, dürfte uns klar werden, wie gut es uns im Prinzip geht. Eine Einsicht, die man sich täglich ins Bewusstsein rufen könnte, um tiefe Zufriedenheit und Dankbarkeit zu gewinnen.

Damit Geschenke nicht zu einer bloßen Pflicht werden, braucht es nur etwas Mut und Kreativität. Wer sagt denn, dass es ein Geschenk nur zu einem bestimmten Anlass geben darf? Wer sagt denn, dass ein ehrlich gemeinter persönlicher Glückwunsch nicht genauso viel Freude schenken kann? Wer sagt denn, dass die Zeit, die wir uns für jemanden nehmen, für diesen nicht sogar wertvoller ist ein materielles Geschenk?

In Zeiten von Mail, WhatsApp und Co. ist ein persönlicher Telefonanruf oder gar ein persönlicher Besuch etwas Einzigartiges geworden. ZEIT ist zum wertvollsten Gut geworden und Zeit kann jeder schenken. Gemeinsam verbrachte Zeit wirkt auch noch wärmend in der Erinnerung nach, wenn der eigentliche Anlass schon längst verblasst ist.

Wählen wir statt Pflicht die Kür und schenken wir von Herzen – das trifft dann auch mitten ins Herz!

Mein Buchtipp # 5

Wenn im Klappentext eines Buches steht: "... Normalerweise geben wir an dieser Stelle ein paar Hinweise auf den Inhalt, aber bei diesem Buch - so glauben wir - ist es besser, wenn man vorher nicht weiß, worum es geht ... " erzeugt das vor allem Neugier. Bei mir jedenfalls. Was für ein genialer Marketing Trick, dachte ich und wollte unbedingt wissen, was dahinter steckt. Und fing an zu lesen. Konnte nicht mehr aufhören. Begriff, dass der Hinweis alles andere als ein Marketing Trick war. Nur eine ehrliche Beschreibung, weil eine andere schlichtweg nicht möglich war. Und so schließe ich mich an und verrate auch nichts vom Inhalt. Nur so viel: Die Kraft, die in der einfachen Sprache liegt, reißt einen mit. Die Bilder, die beim Lesen entstehen, setzten sich dauerhaft im Gehirn fest. Die Geschichte, die erzählt wird, kann niemals vergessen werden. Wer es noch nicht kennt - unbedingt lesen !!!

Mein erstes Interview

Viele freie Schreiber sind es gewohnt, im Hintergrund zu bleiben und fühlen sich dort auch recht wohl. Was bedeutet es für Sie, sich selbst zu vermarkten und den Schritt nach vorne zu gehen? In erster Linie – Überwindung. Aus dem Hintergrund zu arbeiten erscheint einfacher. Die eigene Arbeit zählt, mehr nicht. Man selbst als Persönlichkeit bleibt völlig unsichtbar. Dadurch auch nicht angreifbar, aber eben auch nicht greifbar … Wenn ich für Kunden schreibe, gewinne ich auch immer einen kleinen Einblick in ihre Persönlichkeit. Ich muss ja wissen, wofür sie stehen und welche Werte sie kommuniziert haben möchten. Die Ehrlichkeit, die meine Kunden mir entgegengebracht haben, hat dazu geführt, dass auch ich mich etwas geöffnet habe. In meinem Blog schreibe ich über unterschiedliche Themen, mal ist es beruflich, mal ist es privat. Der Blog hat keinen anderen Zweck, als dem Leser eine Möglichkeit zu geben, mich etwas besser kennenzulernen. Gefällt ihm, was er liest, kontaktiert er mich vielleicht. Gefällt es ihm nicht, wird er es lassen. Das war durchaus eine Überwindung. Allerdings weiß ich auch, dass ich so genau die Kunden anziehe, mit denen ich quasi auf einer Wellenlänge bin. Das ist sowohl für den Kunden als auch für mich von entscheidendem Vorteil. Was bedeutet es für Sie, sich als Person, als Profi zu einer Marke zu machen? Konkret: Meinen Namen mit meinem Unternehmen zu verknüpfen. Der Unternehmensname ist zwar einprägsam, aber auch anonym. Durch die Verknüpfung mit meinem Namen bekommt er ein Gesicht. Das meine ich ganz wörtlich. Es gibt jetzt ein Foto von mir auf meiner Website und aktuell schaue ich den Betrachter auch an. Das war nicht immer so. Früher habe ich allein durch die Art des Fotos – von hinten und nur durch einen Spiegel das Gesicht gezeigt – signalisiert: Ich bleibe im Hintergrund. Jetzt nehme ich bewusst und offen Kontakt auf. Stelle neue Seiten über Leistungen auf meiner Website ein. Auf meiner Unternehmens-Facebook Seite poste ich regelmäßig Neuigkeiten, gebe sprachliche Tipps oder teile tolle Beiträge von anderen. Man kann auch im Gedächtnis bleiben, ohne sich offensiv in den Vordergrund zu spielen. Nur aus dem defensiven Hintergrund muss man heraus. Welcher Erfolg in Ihrer Laufbahn hat Sie darin bestätigt, mehr nach vorne zu treten und sich sichtbarer zu machen?  Es war – wie sollte es anders sein – ein Kunde. Thematisch bin ich ja auf das Thema Schlafen und Wasserbetten spezialisiert. Dieser Kunde kam aus einem völlig anderen Bereich – 3D Visualisierungen. Kennengelernt hatte ich ihn als Redner bei einer Tagung. Irgendwann während des Vortrages fiel der Satz: „Wenn Menschen Menschen wie Menschen behandeln, geht vieles in die richtige Richtung.“ Das hat mich mitten ins Herz getroffen. Mutig habe ich ihm ein paar Wochen später eine Mail geschrieben und meine Arbeit – sofern gewünscht – angeboten. Obwohl ich – und das wusste er auch – von seinem Thema zu dem Zeitpunkt keinerlei Ahnung hatte. Wie vom Donner gerührt traf mich seine prompte Bitte nach einem Probetext, nach dem man weitersehen würde. Heute zählt er zu meinen wichtigsten und treuesten Kunden. Sein Zuspruch und seine Beurteilung meiner Arbeit haben mir gezeigt: Schlafen und Wasserbetten sind zwar nach  wie vor mein Spezialgebiet, aber auch meine Komfortzone. Es liegt ganz an mir, diese zu verlassen – wenn ich mag. Sich sichtbarer zu machen, bietet einem die wunderbare Möglichkeit, persönlich zu wachsen.

Meine Mentoren

Was wären wir ohne Mentoren, die unseren Weg maßgeblich beeinflussen und fördern? Mir selbst war das Glück beschieden, gleich zwei großartigen Mentorinnen begegnen zu dürfen, denen ich mit diesem Beitrag meinen Respekt und Dank aussprechen möchte. Ich werde beide für immer in meinem Herzen tragen. Rita Bültmann war meine Deutschlehrerin im Hüffertgymnasium in Warburg. Sie hat die Liebe zur Sprache, zum Lesen und Schreiben in mir erweckt und dafür gesorgt, dass die zunächst zarte Pflanze dank guter Pflege kräftige Wurzeln entwickelte. Heute ist sie wie ein Baum, der Früchte trägt. Ohne Rita hätte mir jede Grundlage für meine Selbständigkeit gefehlt. Ich erinnere mich, dass ich irgendwann in einen Kurs mit einer anderen Lehrerin eingeteilt wurde. Nach kurzer Zeit war mir klar - das geht gar nicht! Bis zum Direktor bin ich gegangen und habe nicht eher Ruhe gegeben, bis ich wieder zu Rita Bültmann konnte. Für die damalige Zeit ein unerhörtes Verhalten von mir, das für entsprechende Aufregung sorgte. Aber ich wusste schon immer, dass man - erfährt man Gutes - dieses ganz festhalten muss. Rita Bültmann lebt erfreulicherweise noch und ich werde ihr diesen Beitrag zukommen lassen. Danke, Frau Bültmann! Iris Geyer war für kurze Zeit meine Chefin. Sie hat mich mit dem Fachverband Wasserbett bekannt gemacht und dafür gesorgt, dass ich für diesen arbeite. Was sich durch diesen Kontakt an Möglichkeiten ergeben hat, ähnelt einem wunderbaren Märchen. Ich durfte viele großartige Menschen kennen lernen, von denen einige heute zu meinen besten und treuesten Kunden zählen. Zusätzlich hat Iris Impulse gesetzt, die mich in meiner Persönlichkeit reifen und wachsen haben lassen. Ein besseres Verständnis für all die unterschiedlichen Typen von Menschen - aber auch ein besseres Verständnis meiner eigenen Person -  zählt zum Beispiel dazu. Iris hat mir die Augen geöffnet für Dinge, die im Verborgenen liegen. Sie hat meinen Blick geschärft und mein Bewusstsein erweitert. Iris Geyer wäre heute 48 Jahre alt geworden ... Danke, Iris!

Der Verein Deutsche Sprache e. V.

Der Verein Deutsche Sprache e. V.  Als Texterin liegt mir Sprache selbstredend sehr am Herzen. Die deutsche Sprache auch. Das merke ich immer, wenn ich mit den Jungs telefoniere, die meine Website betreuen. Sie erzählen mir Dinge wie: „Das können wir im Footer einfügen“ oder „Das ist nur im Backend sichtbar“ oder schmeißen mit Begriffen wie „Inbound Marketing“ und „Gamification“ um sich. Beschämt besuche ich anschließend Google, um herauszufinden, was denn nun gemeint war. Frage ich etwa während des Gesprächs nach? Nein, zu peinlich. Noch viel schlimmer ist: Einmal begriffen, nutze ich diese Wörter selber völlig selbstverständlich. Und ernte je nach Kommunikationsweg Schweigen in der Leitung oder ratlose Blicke im persönlichen Gespräch. Schlimm ist das! Da verselbständigen sich tagtäglich Wörter und Ausdrücke im Gebrauch einer nicht deutschen Sprache, obwohl es auch anders geht. Meine Jungs wollen im Fußbereich meiner Website etwas einfügen und erklären mir, dass eine Seite nur im Hintergrund (für den Kunden unsichtbar) existiert. Sie erläutern mir eine Marketing Methode, die darauf basiert, von Kunden gefunden zu werden und klären mich über die Integration spieltypischer Elemente in einem Textbeitrag auf. Klar ist das! Der Verein Deutsche Sprache e.V. „tritt dafür ein, dass Deutsch nicht zu einem Feierabenddialekt verkommt, sondern als Sprache von Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft erhalten bleibt.“ Er wirbt ganz konkret dafür, dass die deutsche Sprache in der Politik, den Medien und der Wissenschaft auch eingesetzt wird. Ob es Beipackzettel, Gebrauchsanleitungen oder Stellenbewerbungen sind – die Botschaft sollte verständlich sein und oft genug ist sie das nicht. Unwillkürlich fragt man sich:  
  • Wird vielleicht bewusst kompliziert geschrieben?
  • Wird der eigene Intellekt höher bewertet als der des Gegenübers?
  • WILL man überhaupt verstanden werden?
  Ich mag an dem Verein, dass er Konzernen und Unternehmen auf die Finger schaut. Ich mag es, dass er konkrete Verbesserungsmöglichkeiten ausspricht. Ich mag es, dass er einen Kulturpreis Deutsche Sprache vergibt. Ich mag es, dass er längst vergessene Wörter wie „Schlingel“, „Walkman“ oder „Luftikus“ ausgräbt und in Erinnerung ruft. Und ich mag die Siegerehrung zum Sprachpanscher des Jahres – eine „Auszeichnung“ für besondere sprachliche Fehlleistungen. Ich gelobe: Im meinem und eurem Interesse werde ich mich immer verständlich ausdrücken. Und falls nicht – nominiert mich für den Sprachpanscher des Jahres 😉

Wähle kluge Wörter

Wenn ein Unternehmen auf seiner Website schreibt: "...wir wollen Ihnen Ängste nehmen...." seufze ich innerlich und schlage ihm stattdessen: "... wir wollen eventuelle Bedenken zerstreuen" vor. Warum ich das mache? Wer das Wort "Ängste" liest, spürt sie im selben Moment, auch wenn er zuvor keinerlei Ängste hat. Zudem können Ängste nicht "genommen" werden. Ängste kann nur der überwinden, der sie hat. Ein Fremder kann sie niemals nehmen, auch wenn er es noch so gut meint. Das wissen Menschen mit Ängsten. Folge: der Leser spürt "Angst" und "Unglauben" - eine katastrophale Wirkung, die das Unternehmen mit Sicherheit so nicht gewollt hat.
Sie finden das zu "psychologisch"? Sprache IST auch immer Psychologie. Stellen Sie sich vor: Sie wollen ein Mineralwasser kaufen. Auf einem Produkt steht: "In unserem Wasser sind keinerlei Verunreinigungen oder bedenkliche Substanzen. Wir verwenden reines Quellwasser." Auf dem zweiten Produkt steht: "Frisches, klares, sauberes Quellwasser." Welches kaufen Sie? Mein Appell: Wählen Sie immer kluge Wörter!
   

MEIN BUCHTIPP # 4

Ich warne vorab: Dieses Buch ist keine leichte Kost! Der Klappentext beschönigt nichts. Eine Mutter schreibt Briefe an ihren Ehemann und rollt darin die Geschichte der Familie auf. Eine Geschichte, die das Vorher und Nachher eines bestimmten Donnerstages beschreibt, an dem der 15-jährige Sohn in seiner Schule 9 Menschen tödlich verletzte. Ich hätte vermutlich nie nach diesem Buch gegriffen, wäre die Autorin mir nicht so ans Herz gewachsen. Ihre anderen Bücher haben mich gefesselt und mitgenommen, sprachlich, inhaltlich und emotional. Das war der Grund für meine Wahl. Vielleicht hoffte ich, eine Antwort auf die große Frage WARUM zu finden, die man angesichts einer solchen Tat unweigerlich stellt. Eine Antwort auf die Frage, was vorher schief gelaufen war und wer letzten Endes die Verantwortung - oder Schuld - trägt. Denn einen Schuldigen wollen wir ja alle immer gern benennen können. Vielleicht vertraute ich der Autorin, dass - wenn überhaupt - sie es schafft, eine solche Antwort zu geben. Obwohl ich es nicht ertragen würde, dieses Buch noch einmal zu lesen, ist es definitiv eine Empfehlung wert. Ich mag Bücher, die nachhallen. Die einen noch lange beschäftigen. Über die man das fast zwanghafte Bedürfnis verspürt, darüber zu reden. Und es nicht kann. Jedenfalls mit niemandem, der die Zusammenhänge nicht genau so gut kennt wie man selbst durch die Lektüre. Wer also gnadenlose Ehrlichkeit verträgt und meiner Buch Empfehlung folgt und die Geschichte von KK liest, ist herzlich willkommen, mit mir darüber zu reden. Wenn er mag. Und kann.  

Trau Dich – Sei einzigartig

Der Fachverband Wasserbett feiert zum 50. Geburtstag des Wasserbettes eine Kampagne mit dem provokanten Slogan „Schlafen ist Zeitverschwendung“. Auf der gleichnamigen Website präsentieren sich die teilnehmenden Händler mit einem kurzen Text sowie Bildern ihres Geschäftes. Was beim Text auffällt: Alle versprechen hochwertige Produkte, erstklassigen Service, individuelle Beratungen und langjährige Erfahrungen. Aus der Sicht des Händlers sind dies sicher wichtige Kriterien, aus der Sicht des Kunden wird dies spätestens nach dem dritten Text ähnlicher Art eine Plattitüde. Die Entscheidung für oder gegen einen Händler wird vermutlich ausschließlich aus räumlichen oder preislichen Gründen getroffen. Aus Sicht des Händlers gewiss nicht das, was er sich wünscht. Aus Sicht des Kunden völlig logisch, da Einzigartigkeit fehlt.

Was bei den kurzen Texten aus obigem Beispiel noch nachvollziehbar sein mag, ist es bei längeren Texten von Unternehmenswebsites ganz sicher nicht mehr. Dabei spielt die Branche keine Rolle – es zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche. Kaum ein Unternehmen nutzt die Möglichkeit, seine Einzigartigkeit herauszustellen. Woran mag das liegen? Weiß das Unternehmen vielleicht nicht, was es von seinen Mitbewerbern unterscheidet oder gibt es schlicht keine Unterscheidung? Ist es die Angst davor, nicht ALLE Kunden anzusprechen? Aber geht das überhaupt und vor allem – will man das überhaupt?

Wenn ich für Unternehmen Texte schreibe, kitzele ich aus meinem Gesprächspartner immer heraus, was ihn von allen anderen unterscheidet und hebe dies hervor.

Beispiel: Beim Pressetext für ein Unternehmen anlässlich eines Jubiläums wollte ich von der Inhaberin wissen, in welcher Position sie seinerzeit in das Unternehmen eintrat. Ihre Antwort: „Als Mädchen für alles … so wie heute auch noch.“ Diese ehrliche Antwort zeigt mir - und damit allen Lesern – so viel mehr als die reinen Worte! Es zeigt zwischen den Zeilen, dass im Unternehmen niedrige Hierarchien herrschen, Verantwortung großgeschrieben und der Teamgeist ausgeprägt ist. Der Kunde bekommt beim Lesen ein Gespür für die Philosophie des Unternehmens. Gefällt sie ihm, geht er hin. Gefällt sie ihm nicht, geht er nicht hin. Aber ist das für das Unternehmen nicht mehr Vor- als Nachteil?

Anderes Beispiel: Eine Werbeagentur, für die ich Texte schreibe, sagt ihren Kunden unverblümt, wenn eine Idee des Kunden nicht funktioniert und tut dies auch auf ihrer Website kund. Sind die vielleicht verrückt oder nur arrogant? Weder noch. Die Agentur verspricht ihren Kunden sehr viel und kann dies Versprechen nur einlösen, wenn ihre Arbeit so exzellent ist wie sie versprechen. Wenn der Kunde die Arbeit vorgibt und die Agentur nur ausführendes Organ ist, wird dies nicht immer funktionieren. Deswegen traut sich die Agentur, auch mal zu sagen: „Lieber Kunde, so funktioniert das nicht aus dem und dem Grund. Wir haben eine bessere Idee, die nachweislich aus dem und dem Grund besser funktioniert“. Klar wird es Kunden geben, die den Weg nicht mitgehen wollen, aber nochmal: Ist das für das Unternehmen nicht mehr Vor- als Nachteil? Besagte Werbeagentur hat ausschließlich positive Referenzen, Weiterempfehlungen in Hülle und Fülle und Folgeaufträge bestehender Kunden. Wäre dies auch so, wenn sie ihre Einwände und eigene Ideen runterschlucken und gemäß dem Motto „der Kunde ist König“ nur liefern würden, was dieser will?

Ich bin überzeugt: Einzigartigkeit zahlt sich aus. Sie zieht Kunden an, die zu genau diesem Unternehmen passen. Sie stärkt das Unternehmen und macht aus Auftraggebern und Auftragnehmern eine gleichberechtigte Partnerschaft zu beiderseitigem Nutzen.

Trau Dich – Sei einzigartig!

SEO Texte

Jede Website profitiert von guten SEO Texten. Das Geheimnis ist allen klar: Nach was sucht der Nutzer, welche Begriffe gibt er in Google ein? Wie und in welcher Anzahl füge ich die Begriffe anschließend in einem SEO Text ein? Welche Länge ist für einen SEO Text optimal? Geht alles gut, generiert der SEO Text neue Besucher einer Website und somit potentiell neue Kunden. Das Interesse an guten SEO Texten ist sehr verständlich. Keyword Planer und spezielle Tools helfen bei der Auswahl der richtigen Suchbegriffe. So weit die Theorie. Die Praxis bei mir sind allerdings so aus: Ich ignoriere diese Tools völlig und versetze mich statt dessen gedanklich in die gewünschte Zielgruppe. Habe ich diese klar vor Augen, schreibe ich ihnen, wie sie ihr Problem lösen können und wer ( Sie!) ihnen dabei helfen kann. Das ist mein SEO Text und ich kann in aller Bescheidenheit sagen - sie funktionieren! Bestätigt hat mir dies eine große Marketing Agentur, für die ich regelmäßig unterschiedliche SEO Texte schreiben darf. Nachdem bereits eine Woche nach Einstellung meiner Texte neue Kunden gewonnen werden konnten, rief mich der Geschäftsführer an und teilte mir die Neuigkeit freudig mit. Als er mich fragte, welche Tools ich benutze und ich ihm sagte "keine" herrschte zunächst Schweigen in der Leitung. Ich erklärte ihm also, dass mich solche Vorgaben leider total blockieren. Richtwerte statt Emotionen, Vorgaben statt Persönlichkeit, nicht mein Ding. Sein Kommentar: "Perfekt, Frau Krömer - Talent ist immer besser als Auswendiglernen!" Das erinnerte mich an eine Geschichte über einen Tausendfüßler, die ich einmal gehört habe: Es war einmal ein Tausendfüßler, der konnte ganz bezaubernd tanzen. Alle Tiere des Waldes standen bewundernd vor ihm und beobachteten seinen grazilen Tanz. Eine Ameise wollte es gern genauer wissen und fragte den Tausendfüßler: "Sag mir doch, wie machst du das? Hebst du zuerst dein linkes Bein 73 und dann das rechte 85 und anschließend Bein 15 links und Bein 55 rechts im Wechsel oder in welcher Reihenfolge hebst du deine Beine beim Tanz?" Der Tausendfüßler verstummte, dachte nach und .... konnte nie wieder so bezaubernd tanzen... Damit möchte ich sagen: Bitte fragt mich nicht, wie ich gute SEO Texte ohne übliche Tools schreibe, SEO Texte die funktionieren und die Spaß machen beim Lesen. Ich mache es einfach 😉

Tommi & Smilla

Smilla`s Geschichte ist wie ein kleines Wunder - ein Wunder, auf welch wundersamen Wegen sie zu uns gefunden hat. Am 06.12.2017 - unsere Suse war vor genau einem Jahr gestorben - sah mein Mann auf seiner Facebook Seite einen Beitrag, den eine Facebook Freundin von ihm aus Australien geteilt hatte. Der Ingolstädter Tierschutzverein hatte ein Foto gepostet, auf dem eine kleine Spitzhündin ausgesetzt an einer Bushaltestelle zu sehen war. Es war Nacht, es war kalt, es lag Schnee und die kleine Maus hatte sich an ihrer dicken Eisenkette so weit wie möglich unter die Bank verkrochen. Nun suchte der Tierschutzverein nach Menschen, die die Hündin kannten. Ich schwöre - sie sah auf dem Bild unserer Suse verteufelt ähnlich und es kam wie es kommen musste. Wir nahmen sofort Kontakt mit dem Tierschutzverein auf und ließen nicht eher locker, bis sie versprachen, dass wir den Hund zu uns nehmen können. Zurück zum Besitzer würde sie eh nicht gelassen und obwohl der Beitrag knapp 2000 mal in ganz Deutschland geteilt wurde, weiß bis heute niemand, wo sie herkam. Als wäre sie vom Himmel gefallen... Nach einer gesetzlich vorgeschriebenen Frist ist sie nun seit ein paar Tagen hier und das Wunder geht weiter. Tommi und Smilla mochten sich vom ersten Augenblick an und wo der eine ist, ist die andere nicht weit. Tommi ist ein prima Lehrer und zeigt ihr alles, was sie wissen muss. Nach nur 3 Tagen konnten wir sie schon ohne Leine laufen lassen und dieser erste Moment, in dem Smilla begriff, dass sie frei war und überglücklich mit Tommi über die Felder jagte - dieser Moment wird uns immer im Gedächtnis bleiben. Nachdem wir nach vielen Jahren von Trixie und Suse Abschied nehmen mussten, ist mit Tommi und Smilla jetzt das Glück zu uns zurück gekehrt. Auf wundersamen Wegen sind sie zu uns gekommen und wir freuen uns auf viele glückliche Jahre mit ihnen.  

Mein Buchtipp # 3

Ich liebe Sachbücher, die informieren ohne zu belehren. Die komplizierte Sachverhalte in klaren und verständlichen Wörtern darstellen. Die auch ernste Themen ansprechen. Die bei allem eine Prise Humor einstreuen. Und die deswegen im Gedächtnis bleiben. Dauerhaft. Solch ein Buch ist "Wunder wirken Wunder" von Eckart von Hirschhausen. Als Mediziner schreibt er erstaunlich offen über Missstände im Gesundheitswesen, Beweggründe von Krankenkassen und Engstirnigkeiten in der Humanmedizin. Aber auch über Alternativmedizin in all ihren Facetten. Er klärt auf und schenkt dem Leser einen Wegweiser durch das Labyrinth der Medizin. Bei dem der Patient - wir alle - eine entscheidende Rolle spielen können. Es oft genug aber nicht tun. Und das hat mich am meisten beeindruckt: die Tatsache, wie viel jeder von uns zu seiner eigenen Gesundheit beitragen kann. Mit einfachsten Mitteln, die jeder zur Verfügung hat. Eins der wichtigsten Instrumente: unsere eigenen Gedanken! Ich sage nur - Placebo Effekt... Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht. Lest selbst und staunt, wie mächtig eure Gedanken sein können. Viel Spaß beim Lesen!