Persönlicher Blog

In meiner öffentlichen Arbeit schreibe ich für verschiedene Personen und Unternehmen. Die Themen sind naturgemäß vorgegeben.

Hier – in meinem persönlichen Blog – schreibe ich über das, was mir ganz persönlich am Herzen liegt. Das sind vor allem zwischenmenschliche Themen oder auch meine Meinung zu aktuellen Geschehnissen aus der Welt.

Das Bedürfnis zu schreiben ist ein unstillbares. So entstand die Idee zu diesem Blog. Alles, was mich berührt und bewegt und worüber ich nachdenke; Erkenntnisse, die ich für mich gewonnen habe und Eindrücke, die ein schriftliches Festhalten verdienen – all das wird in diesen Blog Einzug halten.

Mir selbst wird der Blog vor allem Freude bereiten. Er ist weder auf Profit noch auf Werbung ausgerichtet. Vielmehr sind Sie eingeladen, mich hier ein wenig besser kennenzulernen, indem ich Sie an meinen Gedanken und meiner Einstellung teilhaben lasse.

Ich wünsche Ihnen dabei viel Freude!

Was mich als Texterin auszeichnet und was ein Tausendfüßler damit zu tun hat …

Gilt es als Auszeichnung, als Texterin sein Handwerkszeug zu beherrschen? Nein, das ist eine Selbstverständlichkeit!

Gilt es als Auszeichnung, einen besonderen Stil zu haben? Vielleicht. Für mich nicht, denn als Ghostwriter muss ich im Stil meiner Kunden schreiben können.

Was also zeichnet mich aus? Dank meiner Kunden weiß ich es jetzt, denn für uns Selbstverständliches nehmen wir ja oft gar nicht mehr als Auszeichnung wahr …

Ich bin sehr empathisch!

Empathie - die Bereitschaft und Fähigkeit, sich in andere Menschen einfühlen zu können. Emotionen, Gedanken, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden. Eine Eigenschaft, die mich im privaten Bereich schon oft an den Rand der Verzweiflung getrieben hat. Eine Auszeichnung (und Gabe?) im beruflichen Kontext, wie ich nun weiß. Denn ich kann deine Botschaft mit deiner Stimme erzählen ...

Mir reichen hierzu ein paar Minuten mit einem potenziellen Kunden, am besten via Telefon. Fragt bitte nicht, wie ich das mache, sonst ergeht es mir wie dem Tausendfüßler in folgender Story:

Ein Tausendfüßler konnte so schön tanzen, dass der ganze Wald entzückt zuschaute. Das Eichhörnchen fragte ihn nach einer Weile: „Wie machst du das bloß? Es sieht alles so leicht und einfach aus! Hebst du zuerst links das 57. Bein und dann rechts das 43. Bein? Oder ist es links erst Bein No. 55 und 57 im Wechsel und dann rechts Bein No. 48 – du bist zu schnell, ich kann es nicht erkennen!“ Der Tausendfüßler schwieg, dachte nach, verfiel in Zweifel und Gedanken und … konnte nie wieder so schön tanzen!

Fragt also nicht, nutzt es einfach!

Auch die Stille hat eine Geschichte zu erzählen …

In den letzten Wochen haben wir erlebt, wie es ist, wenn von einem Tag auf den anderen nichts mehr so ist wie zuvor. Das öffentliche Leben stand größtenteils still und das private beschränkte sich aufs eigene Zuhause. Dass, was wir zuvor stöhnend beklagt hatten – zu wenig Zeit und zu viele Termine – kehrte sich ins Gegenteil. Termine fielen und Zeit dehnte sich aus. Was hat das mit uns gemacht?

 

Unabhängig von den Sorgen gesundheitlicher und auch wirtschaftlicher Art war ich überrascht, wie insgesamt positiv die Menschen mit der neuen Situation umgingen. Wie flexibel sie waren, wie geduldig sie wurden, wie entspannt sie wirkten. Unternehmen zauberten über Nacht einen Onlineshop aus dem Hut, Bildungsstätten wagten sich an Online Schulungen und Solo Selbständige entdeckten die Möglichkeiten der sozialen Medien neu für sich. Offline und Online wuchs zusammen. Ohne die Krise hätte dieser – längst überfällige Prozess – sicher viel länger gedauert. Vor allem aber zeigt es, dass Menschen in der Lage sind, sich blitzschnell auf neue Situationen einzustellen und das Beste aus ihnen herauszuholen.

 

So auch im Privaten. Trotz aller Einschränkungen wirkten die meisten Menschen selten so freundlich, so hilfsbereit und so geduldig auf mich wie in diesen stillen Wochen. Da durften Kinder auf Bäume kraxeln und die Eltern saßen entspannt auf einer Bank und schauten einfach zu. Menschen gingen ohne Ziel einfach nur spazieren oder entdeckten das gemeinsame Spiel neu für sich. Die Frage „wie geht es dir“ war keine Floskel mehr, sondern aufrichtiges Interesse. Die Zukunftsplanungen verflogen wie die Samen einer Pusteblume und nur die Gegenwart zählte. Statt sich aber unwohl zu fühlen mit der mangelnden Planbarkeit der Zukunft schien es so, als würde es viele von einer unbewussten Last befreien. Als würden wir uns wieder daran erinnern, was es heißt, ausschließlich im Hier und Jetzt zu leben.

 

Eine Krise ist nie angenehm und – steckt man in ihr drin – sieht man auch selten das Gute daran. Im Nachhinein aber erkennen wir oft, dass genau durch diese Krise auch etwas mit uns passiert ist, auf das wir nicht mehr verzichten wollen. Und sie etwas Gutes hervorgebracht hat. Ich wünsche mir, dass dies auch bei der jetzigen Krise der Fall sein wird und wir das Gute – das sich schon jetzt zeigt – mit in die Zukunft nehmen. Dass wir die Freundlichkeit, das ehrliche Interesse, die Hilfsbereitschaft, die Geduld und die Gelassenheit beibehalten und vor allem tief in uns erkennen, dass unser Leben sich JETZT abspielt …

Wer nur kopiert, wird nie ein Original

Als Ghostwriter wird mein Name als Autor unter Texten naturgemäß nicht angegeben, und das ist auch in Ordnung für mich. Schließlich war es Teil der Vereinbarung mit meinem Kunden. Das Urheberrecht bleibt dennoch bei mir, und meine Kunden haben lediglich das Nutzungsrecht erworben.

Umso stolzer bin ich, wenn ich einmal als Autor öffentlich genannt werde. So zum Beispiel beim kompletten Blog der „Schlafen ist Zeitverschwendung“ Website. Dient es mir doch auch als Referenz für zukünftige Kunden. So weit, so gut.

Alle dort veröffentlichen Blog Beiträge können natürlich geteilt werden und innerhalb der Branche wird diese Möglichkeit auch gern genutzt. Ständig neuen Content zu produzieren kann anstrengend sein und – mit kurzer persönlicher Einleitung – wird so auch ein geteilter Beitrag ein Stück weit personalisierter. Kein Grund also, rechtliche Bestimmungen zu verletzen – sollte man meinen.

Denkste!

Im Netz entdeckte ich eine Website, die den kompletten Blog – Texte und Bilder – 1:1 kopiert hatte und auf der eigenen Website sowie mit eigenem Namen als Verfasser gekennzeichnet hatte. Da traut man doch seinen Augen nicht …

Höflich wie ich bin, habe ich angerufen und auf den Verstoß aufmerksam gemacht. Zugleich wollte ich wissen, warum man nicht die Funktion des Teilens genutzt hatte. Ehrliche Antwort: „Naja, es macht ja schon einen besseren Eindruck, wenn man die Texte selbst geschrieben hat!“ Es hat mich sämtliche Willensstärke gekostet, darauf freundlich zu antworten: „Aber Texte zu klauen und dann so zu tun, als stammten sie von Ihnen – das haben Sie doch sicher nicht nötig.“

Langer Rede, kurzer Sinn: Alles wurde gelöscht und eigene Beiträge verfasst. So soll es sein! Bis nach 6 Monaten ein weiterer Versuch unternommen wurde und wieder ein einzelner Beitrag per Copy and Paste transferiert wurde …

Liebe Leute, bitte macht das nicht!

Es ist strafbar und verletzt das Urheberrecht. Zudem schadet ihr euch selbst, da Google „Double Content“ abstraft. Und es gehört sich einfach nicht.

Inspirieren – ja! Kopieren – nein! Denn: Wer nur kopiert wird nie ein Original …

Kunden durch Social Media?

„Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“

Das Zitat von Henry Ford kennt vermutlich jeder. Hört sich in der Theorie schön an, wird in der Praxis selten umgesetzt. Dort – in unserer Komfortzone – ist es ja auch so schön kuschelig. Hier kennen wir uns aus. Hier sind wir Experte auf unserem Gebiet. Hier riskieren wir nichts.

Für mich ist meine Komfortzone die Wasserbett Branche. Sie zu verlassen kommt mir nicht oft in den Sinn. Es sei denn, ich werde durch eine Anfrage elektrisiert.

So geschehen neulich, als ich via Instagram – ja, man kann durch soziale Medien Kunden gewinnen! – kontaktiert wurde. Marco Oerding ist Künstler, er lebt in Hamburg und „Ich zeichne Lebenslinien. Mit Herz, Stift und Papier“ – so stand es auf seiner Website.

Völlig entzückt tauchte in seine Welt ein – seine Zeichnungen waren schlicht, aber auf den Punkt. Kleine Geschichten über Helden des Alltags. Alleine diese Idee: Helden – wer wäre nicht gern einer?! Laut Marco sind wir alle Helden, das zeigte er in seinen Zeichnungen grandios, die Texte auf seiner Website spiegelten die Botschaft indes nur unklar. Nach einem netten Telefonat durfte ich mich an die Arbeit machen und begann zu schreiben – und konnte nicht mehr aufhören.

Seine Kernbotschaft schimmert nun in allen Texten auf seiner Website durch und erzählt seine ganz eigene Heldengeschichte. Mein Storytelling für ihn war so komplett anders als meine sonstigen Arbeiten, dass ich mich herausgefordert, inspiriert und begeistert zugleich fühlte.

Das Ergebnis macht uns beide stolz – Marco und mich auch. Wenn er mir sagt, ich hätte mitgeholfen, seine Marke zu entwickeln und „seine Seele in einem word Dokument“ festgehalten, dann weiß ich – es ist lohnend, hin und wieder seine Komfortzone zu verlassen. Und schön …

Zivilcourage

Jeder denkt von sich, er habe sie – Zivilcourage. Natürlich. Gar keine Frage!

Wir haben den Mut, öffentlich unsere Überzeugung zu äußern, auch wenn sie der Ansicht anderer Menschen entgegensteht. Wir greifen mutig ein, wenn wir Zeuge einer kriminellen oder für andere Menschen bedrohlichen Situation werden. Wir machen die Öffentlichkeit auf Missstände aufmerksam und lenken die allgemeine Aufmerksamkeit darauf. Wir helfen wo wir können, wenn insbesondere die Schwachen der Gesellschaft (ältere Menschen, Kinder, aber auch Tiere) unwürdig behandelt werden.

Ist es nicht so?

All die Reportagen, in denen gezeigt wird, dass Menschen verschämt den Blick senken und in eine andere Richtung schauen, derweil genau vor ihnen ein Unrecht geschieht – das sind nicht wir! Das sind Feiglinge. Egoisten. Ohne Worte so ein Verhalten.

Neulich hatte ich Gelegenheit, Zivilcourage zu zeigen und habe die Gelegenheit ergriffen. Spontan, ohne weiter nachzudenken, voller Emotionen. Ich habe einen öffentlichen Facebook Aufruf gestartet und meinen Unmut über die aktuelle Situation in deutlichen Worten Ausdruck verliehen. Namen habe ich keine genannt, wohl aber Straße und Ort des Geschehens. Ich fühlte mich als Rächer der Schwachen und völlig im Recht.

Die Anteilnahme war riesig, der Beitrag über 5000mal geteilt, private Nachrichten trudelten im Sekundentakt herein. Alle wollten helfen, es war ein schönes Gefühl. Bis ich um Mitternacht vor der eigenen Haustür persönlich beschimpft, beleidigt und bedroht wurde! Der Beitrag sollte gelöscht werden, sonst hätte ich ein ernstes Problem, da kenne man nichts …

Ich habe den Beitrag danach aus zwei Gründen gelöscht. Zum einen hatte ich konkrete Angst und zum anderen wurde mir klar, dass die vorhandene Unterstützung nicht im Geringsten gewünscht wurde. Damit hatte der Aufruf sein eigentliches Ziel verloren.

Meine Erkenntnis zur Zivilcourage ist:

Wenn es sich nicht um eine akut bedrohliche Situation handelt, ist es sinnvoll, vor dem Handeln nachzudenken. Sich vielleicht Unterstützung zu holen. Über verschiedene Optionen nachzudenken. Sich gegen mögliche Folgen abzusichern.

Und dennoch!

Angst darf nie dazu führen, dass wir den Mund nicht mehr aufmachen. Wohin das im schlimmsten Fall führen kann, zeigt nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Gegenwart. Und deswegen müssen wir trotz möglicher Ängste bei Missständen den Mund aufmachen. Jeder einzelne von uns. Ich auch.