Wer braucht heute noch ein Korrektorat? Niemand! Oder doch?

So schwierig kann das doch nicht sein! Dank diverser Tools für automatisierte Überprüfung von Rechtschreibung und Grammatik geschriebener Texte scheint ein fehlerfreier Text nun wirklich keine Leistung mehr zu sein. Blöd nur, dass diese Tools nicht mitdenken und zum Beispiel diese Fehler als korrekt abhaken:

„Unsere Couch Experten bringen auch Ihre Persönlichkeit auf neues Level.“

Wahnsinn, wozu so ein gutes altes Sofa scheinbar imstande ist. Derweil die Coach Experten die Lacher auf ihrer Seite haben – nur in dem Fall sicher nicht gewollt.

„Sofia hat ein krankes Herz und braucht einen Katheder.“

Warum braucht Sofia jetzt ein Rednerpult? Möchte sie einen Vortrag über ihr krankes Herz halten, oder braucht sie vielleicht doch einen Katheter?

„Konrad weiß über die Stille des Jazz erstaunliche Geschichten zu erzählen.“

Erstaunlich ist es in der Tat, dass Jazz still sein soll. Derweil doch seine Stile von Dixieland Jazz über New Orleans Jazz bis hin zu Cool Jazz alles Mögliche sind. Nur still, das sind sie wohl alle eher nicht.

Ein denkendes Wesen ist – soll der Text wirklich fehlerfrei sein – eine weise Entscheidung.

Das gilt sicher nicht für jede Notiz oder jeden Beitrag in sozialen Medien, sehr wohl aber für die Website eines Unternehmens, Vorträge oder Pressemitteilungen. Beim Korrektorat wird ein Text nicht nur hinsichtlich Rechtschreibung, Grammatik und Interpunktion überprüft, sondern zugleich ein kritisches Auge auf den Stil sowie sachliche – und teils auch inhaltliche – Richtigkeit geworfen.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, dürfen Sie sich gern meinen detektivischen Augen – und meinem wachen Verstand – anvertrauen.

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