Mein Ziel beim Schreiben

Wenn ich für meine Kunden schreibe, habe ich immer deren Ziel und ihre Zielgruppe vor Augen. Ich benutze – wie jeder Texter oder Autor – selbstverständlich meinen „Werkzeugkasten“:

Wortschatz, Grammatik, verschiedene Stile, Gliederung und Absätze – das ganz normale Handwerkszeug eben, das sich jeder gute Texter aufgebaut hat und liebevoll pflegt. Wo möglich, versuche ich IMMER, im Text drei für mich persönlich ganz wesentliche Elemente einzuarbeiten. Elemente, von denen jeder Kunde profitieren kann. Elemente, die meine Texte (vielleicht) einzigartig machen.

1. Show, don`t tell!
Eine Tatsache ist oft langweilig – ein imaginäres Bild im Kopf von der Tatsache viel spannender. Beispiel: „Tom ist verheiratet“ oder „Tom drehte gedankenverloren an seinem Ehering“
Bilder im Kopf eines Kunden zu erzeugen ist ein mächtiges Werkzeug!

2. Der erste Satz
Schwierig und immens wichtig! Oft entscheidet der erste Satz, ob wir weiterlesen oder nicht. Deshalb achte ich auf einen guten Einstieg. Dieser kann witzig, provokant, eine Frage oder eine Behauptung sein – egal was, Hauptsache er geht mit dem anschließenden Inhalt eine Verbindung ein. Am ersten Satz beiße ich mir oft die Zähne aus. Auf Kommando kommt da gar nichts. Ich trage ein neues Projekt einfach eine Weile gedanklich in meinem Kopf spazieren und plötzlich – an den ungewöhnlichsten Orten und zu den unmöglichsten Zeiten – ist er da: der erste Satz! Und mit ihm nicht selten die ganze Story, die dann praktisch „fließt“. Ich hoffe, meine Muse – der ich das verdanke und sie Thea nenne (ihr Einfall, nicht meiner) - lässt mich nie im Stich.

3. Einfache Sprache
Je spezieller das Gebiet, je komplizierter die Sprache. Manchmal können meine Kunden mir nicht in einfachen Worten erklären, was genau sie machen und welche Vorteile sie bieten. Das Problem? Wenn ich es nicht verstehe, verstehen es wahrscheinlich auch andere Menschen nicht. Vielleicht sogar genau die, die mein Kunde ansprechen will. Deshalb bestehe ich darauf, zu verstehen, worüber ich schreiben soll und recherchiere und frage solange nach, bis dies der Fall ist. Anschließend gebe ich es in möglichst einfachen Worten wieder. Der Wunsch nach Verständnis ist bei mir höher als der Wunsch, durch möglichst viele Fremdwörter zu beeindrucken.

Deshalb mag ich auch das Zitat im Bild so gern …

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