Lass uns über Geld reden …

Zu wenig geht oft mit Unglück einher, zu viel geht nicht zwangsläufig mit Glück einher. Zu Geld hat jeder eine eigene Einstellung. Als Selbständiger muss man aufpassen, dass tief verankerte Glaubenssätze die finanzielle Zufriedenheit nicht boykottieren. Wer ständig denkt „Geld stinkt“ oder „Geld verdirbt den Charakter“, wird unbewusst immer daran arbeiten, schön klein zu bleiben. Wenig zu verlangen und sich seines eigenen Wertes nicht bewusst zu sein.

Noch fataler wird die Situation, wenn das – was du kannst – dir sehr leichtfällt. Schnell erledigt bedeutet nicht wenig wert. Es ist nicht die Zeit, die jemand dir bezahlt, sondern die Entwicklung, die dazu geführt hat, dass du es JETZT so schnell kannst.

Kleine Geschichte hierzu:

Als ich mit einem PC Problem einen Experten holen musste und nach dem Preis fragte, erklärte mir dieser, er koste 1 Euro pro Minute. Schlagartig bekam ich Herzklopfen und sprach schneller, um Zeit zu sparen. Sagte ihm das auch. Er lachte und bot mir einen Festpreis von 120 € für die Lösung des Problems an. Der Preis war ok für mich, ich entspannte mich und bot ihm erstmal einen Kaffee an. Da der PC mehrere Male neu starten musste, störte mich diese vertane Zeit nun auch nicht mehr. Alles war easy und entspannt, er und ich auch. Nach 2 Stunden war alles wieder paletti, ich bezahlte und war hochzufrieden mit Preis und Leistung. Erst viel später realisierte ich, dass das Endergebnis (120 € Festpreis oder 2 Stunden = 120 Minuten x 1 Euro = 120 €) gleich war. Gefühlt hingegen war es ein riesiger Unterschied!

Die Moral von der Geschichte: Lass dich nicht nach deiner Zeit bezahlen. Du stresst damit den Kunden. Biete ihm einen Festpreis an. Das ist fair und nachvollziehbar. Das einzige, was du dafür lernen musst, ist eine vernünftige Kalkulation.

Machbar, oder?

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