Ghostwriter – Segen oder Fluch?

Ein Ghostwriter schreibt für private Personen oder Unternehmen Texte, die diese dann als ihre eigenen präsentieren. Gründe, warum ein Ghostwriter gebraucht wird, gibt es viele.

Bei privaten Personen ist es meistens die zu tiefe emotionale Verstrickung in einem Bereich. Diese Menschen erzählen flüssig und schlüssig, worum es geht und was sie dazu sagen möchten, schließen aber verzweifelt mit den Worten: „Ich kann das einfach nicht zu Papier bringen!“  

Bei Unternehmen ist es meistens der zeitliche Faktor. Selbstverständlich wissen sie sehr genau, was sie wie und an wen kommunizieren möchten, nur fehlt die nötige Zeit und wird zudem oft unterschätzt.

Ein Ghostwriter bietet wertvolle Unterstützung für diese Menschen, allerdings nur, wenn er bestimmte Eigenschaften mitbringt!

  • Er muss sehr gut zuhören können
  • Er muss sich sehr gut in Menschen einfühlen können
  • Er muss in der Lage sein, seinen eigenen Schreibstil der jeweiligen Person anzupassen
  • Er muss in der Lage sein, die richtigen Fragen zu stellen
  • Er muss absolut vertrauenswürdig sein
  • Er darf kein allzu großes Geltungsbedürfnis haben

Wer jetzt seufzt, sollte sich besser nicht als Ghostwriter versuchen. Gute Arbeit abzuliefern, für die man zwar bezahlt wird, die Lorbeeren aber der Auftraggeber einheimst, ist nicht jedermanns Sache. Woran man wieder einmal sieht, dass Geld nicht alles ist …

Für mich ist die Arbeit als Ghostwriter dennoch mehr Segen als Fluch. Ich kann zwar weniger mit konkreten Projekten – die ich bearbeite – werben, werde aber als „Geheimtipp“ weiterempfohlen. Und wenn ich meine Projekte aus der Ferne beobachte (Blog, Social Media) und anerkennende Kommentare unter diesen lese, hüpft mein Herz vor Freude. Auch – oder gerade weil – niemandem auffällt, dass nicht der jeweilige Inhaber federführend tätig war.

Das ist in meinen Augen ein Indiz für die gute Arbeit eines Ghostwriters. Ich bin gern Ghostwriter!

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